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Mehrere Feuer in Maintal - Ermittler vermuten Brandstiftung

Maintal

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    Sowohl zwei PKW auch zahlreiche Heuballen standen in Flammen. Fotos: Feuerwehr Maintal (2) / Jan Max Gepperth

Maintal. Zwei Einsätze haben die Maintaler Feuerwehr am Mittwoch in Atem gehalten: An der Bonhoefferstraße in Dörnigheim gerieten am frühen Morgen ein Mehrfamilienhaus sowie zwei dahinter geparkte Autos in Brand. Am Mittwochabend brannten dann mehrere Heuballen auf einem Feld zwischen Bischofsheim und Niederdorfelden. 

Artikel vom 21. Juni 2019 - 11:46

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Im Fall des Feuers an der Bonhoefferstraße ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Brandstiftung.
Die Stadtteilwehr Dörnigheim wurde am frühen Mittwochmorgen wegen starker Rauchentwicklung in einem Haus an der Bonhoefferstraße alarmiert. Aufgrund zahlreicher Notrufe und weil Gefahr in Verzug war, wurden die Stadtteilwehren Bischofsheim und Hochstadt ebenfalls alarmiert.

An der Einsatzstelle brannte ein Zimmer im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Mehrere Personen mussten über tragbare Leitern aus dem ersten Obergeschoss gerettet werden. Hinter dem Gebäude brannten zudem auf einem Parkplatz zwei Fahrzeuge. Bei den Löscharbeiten in dem brennenden Gebäude sowie an den beiden Fahrzeugen setzte die Feuerwehr insgesamt vier Trupps unter Atemschutz ein. Zwei Anwohner wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst vor Ort versorgt. Die Höhe des Sachschadens kann laut den Beamten noch nicht abschließend beziffert werden. 

Polizei sucht Zeugen

Die Brandursachenermittler der Polizei gehen derzeit davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, wobei die Hintergründe noch unklar sind. Nach ersten Erkenntnissen ist ein dunkel gekleideter Radfahrer gegen 4 Uhr im Bereich des Tatortes gesehen worden. Zeugen, die verdächtige Personen in der Bonhoefferstraße und Umgebung gesehen haben, werden gebeten, sich zu melden. Die Kriminalpolizei bittet unter der Rufnummer 0 61 81/10 01 23 um Hinweise.

Der nächste Einsatz für die Maintaler Feuerwehr ließ dann nicht lange auf sich warten: Grund waren mehrere brennende Heuballen auf einem Feld zwischen Bischofsheim und Niederdorfelden. Um 22.31 Uhr erreichte die Feuerwehr das erste Notsignal.

54 Einsatzkräfte im Einsatz

Stadtbrandinspektor Andreas Matz erklärte, dass es zu Beginn unklar gewesen sei, wie viele Feuer es wo gegeben habe. „Es gab mehrere Anrufe von verschiedenen Stellen, sodass mehrere Orte überprüft werden mussten. Unter anderem waren auch die Frankfurter Kollegen im Einsatz, weil Anwohner vermutet hatten, dass der Charlottenhof brenne.“ Im Endeffekt handelte es sich jedoch stets um dasselbe Feuer.
Insgesamt waren in der Nacht 54 Einsatzkräfte mit 15 Löschfahrzeugen im Einsatz. Die Feuerwehr ließ bis Donnerstagabend das Feuer kontrolliert abbrennen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es so deutlich schneller geht“, erläuterte Matz. 

Schon in der Vergangenheit sei die Maintaler Feuerwehr häufiger zu solchen Einsätzen gerufen worden. Das größte Problem bei solchen Bränden sei immer die Rauchentwicklung. Wenn man das Feuer kontrolliert abbrennen lasse, würde der Rauch laut Matz wenigstens nach oben entweichen. „Wenn wir anfangen würden zu löschen, könnte es sein, dass sich der Rauch mehr hier am Boden verteilt“, erläuterte Stadtbrandinspektor Matz zu den Hintergründen. cwb/jmg/das



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