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Unfallstatistik: Mehr Ermittlungsverfahren gegen Raser

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    Trümmerhaufen: Überhöhte Geschwindigkeit ist eine der Hauptursachen für schwere Unfälle, wie hier im Juli 2018 auf der B 45 bei Nidderau. Archivfoto: Feuerwehr Nidderau

Main-Kinzig-Kreis. „Die Zahl der aufgenommenen Verkehrsunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant.“ Das berichten Polizeipräsident Roland Ullmann und der Leiter der Einsatzabteilung Claus Spinnler, die am Freitag die Verkehrsunfallstatistik 2018 vorgelegt haben.

Artikel vom 05. April 2019 - 15:28

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Im Bereich Hanau/Main-Kinzig-Kreis wurden 2018 insgesamt 5329 Unfälle aufgenommen (Vorjahr: 5211). Dabei erlitten 1189 Menschen leichte Blessuren, 269 wurden schwer verletzt. Insgesamt elf Menschen verloren ihr Leben; 2017 waren es sieben.

Hinzu kommen noch die Zahlen aus dem Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Langenselbold, die sich neben der A 66/A 45 und B43a auch auf die Autobahnen A 3 und A 661 außerhalb des Kreises erstreckt. Die Beamten in Langenselbold registrierten insgesamt 2102 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 2263), bei den denen 403 Menschen leicht und 77 schwer verletzt wurden. Auf den Autobahnen und Schnellstraßen kamen fünf Menschen ums Leben.

80 Prozent Blechschäden

Die Polizeistatistik für das gesamte Polizeipräsidium Südosthessen (inklusive Stadt und Kreis Offenbach) weist gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus von 1,1 Prozent bei den Unfällen insgesamt aus. In 80 Prozent der Fälle blieb es bei Blechschäden.

„Die Verhinderung von Unfällen mit schweren Folgen hat für uns höchste Priorität, denn in den letzten fünf Jahren verstarben insgesamt 123 Menschen auf unseren Straßen“, betont Präsident Ullmann die Priorität der Polizeiarbeit in diesem Bereich.

Eine positive Bilanz zog Claus Spinnler beim Blick auf die Unfälle, deren Ursache hohe Geschwindigkeit war. Diese seien leicht rückläufig. Nach wie vor sei dies aber eine der Hauptursachen für schwere Unfälle. „Jedem sollte bewusst sein, dass innerhalb weniger Sekunden alles vorbei sein kann. Die aktuellen Unfallzahlen belegen sehr deutlich, dass die Geschwindigkeitsmessungen auf den Straßen in unserer Region unverzichtbar sind“, so der Leitende Polizeidirektor weiter.

Mehr Ermittlungsverfahren gegen Raser

So sei die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Raserei von 25 477 auf 39 177 deutlich angestiegen. „Autofahrer müssen auch in diesem Jahr mit Kontrollen der Polizei rechnen“, kündigt Spinnler an. Ullmann und Spinnler appellieren daher an die Autofahrer, stets ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Sichtverhältnissen anzupassen, auf den Sicherheitsabstand zu achten, riskante Fahrmanöver zu vermeiden und sich rücksichtsvoll und vorausschauend im Straßenverkehr zu verhalten.

Bei den Verkehrsunfallfluchten zeigt die Statistik einen leichten Anstieg auf 5807 Fälle (2017: 5676) im gesamten Zuständigkeitsbereich. Die Polizei konnte jedoch rund 40 Prozent der Fälle aufklären.

Positiv: Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen mindestens ein Beteiligter zuvor Alkohol oder Drogen konsumiert hatte, sank von 534 im Jahr 2017 um 31 auf 503 im vergangenen Jahr.

Alkohol und Drogen auf der Spur

Aber auch ohne Kollision sind die Polizisten Alkohol und Drogen auf der Spur: „Im Jahr 2018 leiteten die Beamten bei gezielten Kontrollen gegen 2075 Verkehrsteilnehmer, die offensichtlich Alkohol, Drogen oder beides konsumiert hatten, verfahren ein und stellten etliche Führerscheine sicher“, betonte Spinnler.

Mit Blick auf die Gruppe der jungen Fahrer (18 bis 24 Jahre) gab es eine erfreulichen Trend: Die Verursacherquote sank seit dem Jahr 2013 leicht aber kontinuierlich.

Erneut gab es eine „leichte positive Entwicklung“ bei den Motorradunfällen (über 125 Kubikzentimeter). So ereigneten sich 190 Unfälle mit Kradfahrern im Jahr 2018 und damit sieben weniger als im Vorjahr. Zwei Kradfahrer verloren Weise ihr Leben (Vorjahr: sieben), 53 erlitten schwere (Vorjahr: 52) und 91 leichte Verletzungen (Vorjahr: 100).

„Am Sonntag, 28. April, beteiligt sich das Polizeipräsidium Südosthessen wieder an der Veranstaltung Anlassen der Motoren in Gründau. Zudem dürfen sich die Biker weiter auf gezielte Kontrollen einstellen. thb



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