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Sportler des Jahres: Angelovski, Waldschmidt und Preagberg jubeln

Sport allgemein

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    Der Kapitän geht vorweg: Die A-Jugend-Handballer der HSG Preagberg werden auf dem Weg zur Bühne von Niklas Sagorski angeführt. Wenige Sekunden zuvor war verkündet worden, dass die Kombinierten des TV Großkrotzenburg und der TS Großauheim Mannschaft des Jahres sind. Foto: Patrick Scheiber

Sportlerwahl. Der Rahmen hätte kaum passender sein können: Erstmals fand die Kür der HANAUER Sportler des Jahres im Weißen Saal in Schloss Philippsruhe statt, der den besten Sportlern der Region des vergangenen Jahres eine glänzende Bühne bot. 

Artikel vom 16. Januar 2020 - 13:50

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Von Robert Giese

Über viele Wochen hatten unsere Leser abgestimmt, um die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres zu bestimmen, am Mittwochabend nun wurden die würdigen Sieger verkündet.

Gala-Charakter im Weißen Saal

Statt wie in den Vorjahren in der lauschigen Atmosphäre des Culture Clubs fand die Kür diesmal im prächtigen Weißen Saal von Schloss Philippsruhe statt, wodurch die Veranstaltung einen gewissen Gala-Charakter erhielt.

Reuters-Fotograf Kai Pfaffenbach, der zusammen mit Yvonne Backhaus-Arnold, stellvertretende Chefredakteurin des HA, gewohnt souverän und gewitzt durch den Abend führte, konnte dem Umzug in die herrschaftlichen Räume einen weiteren Vorteil abgewinnen: „Durch die Sitzordnung erscheint es so, als sei das Publikum aufmerksamer.“

Leser haben abgestimmt

Tatsächlich konnten es die geladenen Gäste – neben den Sportlern selbst war auch reichlich Prominenz aus Politik und Wirtschaft anwesend – kaum erwarten, die Ergebnisse der diesjährigen Wahl zu erfahren.

In jeder der drei Kategorien waren jeweils vier Kandidaten nominiert, die im Vorfeld allesamt emsig die Werbetrommel für sich gerührt hatten, schließlich konnten wie gewohnt die Leser des HANAUER abstimmen, wer in diesem Jahr die Preise entgegennehmen durfte.

Besondere Sportler, besondere Geschichten

Hinter jedem der Nominierten stand dabei eine ganz eigene Geschichte: Ob der Handballer Philipp Ahouansou, der schon zweimal die große Chance auf den deutschen Jugend-Meistertitel hatte, beide Male jedoch knapp scheiterte, ob die Volleyballerinnen des TSV 1860 Hanau, die schon einmal als Mannschaft des Jahres nominiert waren, bei der Wahl aber leer ausgingen.

Hier geht es zu den Vorstellungsvideos.

Oder auch Sarah Bormann, die einerseits Box-Weltmeisterin ist, andererseits aber auch halbtags beim Bäcker jobbt und deren Geschichte Chefredakteur Robert Göbel frappierend an das „Rocky“-Script erinnerte. „Der Sport schreibt Geschichten, die einem wie Märchen vorkommen“, betonte Göbel vor diesem Hintergrund, und jenen Märchen wurde im Weißen Saal eine ganz große Bühne geboten.

Sportler plaudern aus dem Nähkästchen

Ladies first – unter diesem Motto waren zunächst die besten Sportlerinnen des vergangenen Jahres an der Reihe. In kurzen Videos stellten sich die vier Nominierten vor und plauderten aus dem Nähkästchen, zum Beispiel über die Rituale vor jedem Wettkampf.

Besonders wichtig dabei: Das Abklatschen mit dem Trainer, denn sowohl die Sportschützin Doreen Vennekamp als auch die Kanutin Caroline Trompeter schwören auf ein letztes High Five mit dem Coach, bevor es ernst wird. Bormann hingegen will auf ihr Lieblingshandtuch beim Kampf nicht verzichten, die Ruderin Celina Waldschmidt hat ein kulinarisches Ritual – und isst am Abend vor dem Wettkampf immer einen Teller Nudeln.

Waldschmidt wird HANAUER Sportlerin des Jahres 2019

Mit dieser ganz speziellen Diät schaffte es die für den RC Hassia startende Sportlerin nicht nur zur U23-Weltmeisterschaft in Florida, sondern auch ganz oben aufs Treppchen bei der Sportlerwahl, womit sie sich gegen Vennekamp und Bormann durchsetzte. Eine große Ehrung für Waldschmidt, deren großes Ziel im nächsten Jahr aber erst einmal das Abitur ist – und die betonte, wie dankbar sie neben ihren Eltern auch ihrer Schule für die große Unterstützung ist.

„Für die Wettkämpfe werde ich teilweise vom Unterricht freigestellt und auch Trainingseinheiten kann ich gut wahrnehmen“, freute sich die HANAUER  Sportlerin des Jahres im Gespräch mit HA-Redakteurin Kerstin Biehl über die gute Kooperation zwischen Karl-Rehbein-Schule und Verein.

Tennisspieler, Handballer, Leichtathlet und Kampsportler

Auch bei den Sportlern des Jahres gab es einen Querschnitt durch alle Professionen: Ob Tennis-Hessenmeister Joel Link, den ein Treffen mit Roger Federer einst zusätzlich motivierte, Ahouansou, der früher mit seinem älteren Bruder für die Handballer der HSG Hanau auf dem Feld stand und der nun Profi bei den Rhein-Neckar Löwen ist. 

Dominik Müller, der sich bei der U20 sowohl im Cross- als auch Berglauf den deutschen Meistertitel holte oder Nikola Angelovski, der U21-Weltmeister im Ju-Jutsu ist.

Angelovski nach dem WM-Sieg zur Dopingkontrolle

Der Kampfsportler war am Ende nicht zu schlagen, gewann vor Ahouansou und Link und zeigte sich auf der Bühne auch verbal sehr schlagfertig: Auf die Frage von Sportredakteurin Julia Meiss, was er nach seinem WM-Sieg zuerst gemacht habe, antwortet Angelovski trocken mit „ich bin zur Dopingkontrolle gegangen“.

In diesem Herbst kann der Sportler vom KSC Hanau stattdessen zum renommierten Sportpresseball gehen, für den er ebenso wie Waldschmidt auch zwei Karten von Metropress-Geschäftsführer Jörg Müller erhielt.

Preagberger A-Jugend setzt sich gegen alle durch

Da sich bei der Wahl zur Sportlerin und zum Sportler des Jahres bereits zwei Talente durchgesetzt hatten, erschien es nur folgerichtig, dass bei der Mannschaft des Jahres auch ein Team voller Nachwuchssportler geehrt wurde, denn dort setzte sich die A-Jugend der HSG Preagberg durch.

Die Preagberger Handballer, die als Oberliga-Neulinge die Liga aufmischen und noch immer ohne Punktverlust sind, verwiesen dabei die Aufstiegsteams des Hanauer THC (Hockey) und von Germania Großkrotzenburg(Fußball) auf die Plätze, auch die Volleyballerinnen des TSV 1860 Hanau hatten keine Chance.

100 Liter Bier dürften schnell leer werden

Bei den jungen, hochtalentierten Sportlern kannte die Freude über den Sieg keine Grenze, sodass die 100 Liter Bier, die sie neben der Urkunde erhielten, wohl gerade recht kommen. Im Freudentaumel erklärte sich HSG-Kapitän Niklas Sagorski, der über 90 Prozent seiner Siebenmeter verwandelt, sogar dazu bereit, dem zuletzt etwas schwächelnden Nationalspieler Uwe Gensheimer den ein oder anderen Tipp zu geben, wie die Strafwürfe bei der laufenden EM wieder sicherer im Ziel landen.​



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