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Darts-WM: Nidderauer Nico Kurz trifft auf James Wilson

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Darts. Am  Donnerstag hat in London die Darts-WM begonnen, und unter den 96 Teilnehmern, die im berühmten Alexandra Palace um die Weltmeisterschaft kämpfen, ist diesmal mit dem Nidderauer Nico Kurz erstmals auch ein Sportler aus der Region. 

Artikel vom 17. Dezember 2019 - 14:39

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Von Robert Giese

Der 22-Jährige ist einer von drei Deutschen im Teilnehmerfeld und startet am Mittwochabend um 20 Uhr als krasser Außenseiter ins Turnier. Doch schon in den ersten Tagen gab es im „Ally Pally“ einige Sensationen. Vielleicht überrascht auch Kurz?

Für ihn ist es das absolute Highlight seiner noch jungen Karriere, denn der 22-Jährige hat sich zum allerersten Mal für die WM im „Ally Pally“ qualifiziert. Seine beiden deutschen Mitstreiter Max Hopp und Gabriel Clemens können hingegen schon reichlich Erfahrung beim absoluten Höhepunkt der Darts-Saison vorweisen, ebenso wie der morgige Erstrundengegner von Kurz, James Wilson.

Kurz will sich von der Kulisse nicht ablenken lassen

Der 47-jährige Engländer hat schon in den drei vergangenen Jahren an der WM teilgenommen und ist in der Weltrangliste aktuell über 150 Plätze besser postiert als Kurz. „Wilson ist es gewohnt, auf großen Bühnen zu spielen. Ich muss schauen, dass ich mich nicht zu sehr ablenken lasse“, sagt Kurz, dessen Gegner im Vorjahr die Runde der letzten 32 erreichte.

„Kein einfaches Los“, wie der junge Nidderauer zugibt, der stolz ist, bei der WM dabei zu sein – dort aber gerne mehr als nur etwas Erfahrung sammeln will. „Die erste Runde würde ich schon gerne überstehen“, verrät Kurz selbstbewusst. Sollte er dieses Erstrundenspiel überstehen, wartet in der zweiten Runde der an 15 gesetzte Joe Cullen auf ihn. 

Nidderauer besiegte bereits Superstar Gary Anderson

Dass Kurz auch gegen namhafte Gegner Siege zuzutrauen sind, hat er bereits bewiesen: So besiegte er in diesem Jahr bereits den Weltklassespieler Gary Anderson und schaltete auf seinem Weg zur WM auch Martin Schindler aus, der ebenfalls nicht nur über mehr Erfahrung verfügt als der Nidderauer, sondern in der Weltrangliste auch deutlich besser platziert ist.

Der Debütant hat vor dem Start der WM seinen Trainingsumfang noch einmal erheblich gesteigert und ist bereits gestern mit seiner Freundin und zwei Kumpels in die britische Hauptstadt gereist, um sich an die außergewöhnliche Atmosphäre zu gewöhnen – rund 3.000 Zuschauer finden im „Ally Pally“ Platz und sorgen dort erfahrungsgemäß für mächtig Stimmung. „Da sind tausende von Fans, das kenne ich bisher nur aus dem Fernsehen und kann es mir noch gar nicht so richtig vorstellen“, meint Kurz, der am Mittwochabend nun erstmals selbst mittendrin sein wird.

Ally Pally wird oft Zeuge von Sensationen

Ein Auge hätte Kurz dabei auch gerne auf Raymond van Barneveld gehabt, der seine letzte WM bestritten hat, aber bereits in der ersten Runde ausgeschieden ist: Von einem Vorbild wollte der Nidderauer zwar nicht sprechen, „aber seine Matches schaue ich mir gerne an, seine Ausstrahlung und Erfahrung faszinieren mich.“ Nun wird die letzte WM des früheren Weltmeisters das Debüt von Kurz auf der ganz großen internationalen Bühne. Auch der Sieger von 2018 Rob Cross ist bereits gescheitert.

Wer dem Nidderauer dabei live die Daumen drücken will, sollte am morgigen Mittwoch spätestens um 20 Uhr Sport1 einschalten, wo die Erstrundenpartie des jungen Deutschen live übertragen wird und die Abendsession eröffnet.



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