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3. Liga: Hanau kehrt mit Derby-Sieg in Erfolgsspur zurück

Hanau

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    Luca Braun führte die HSG Hanau mit acht Treffern zum Derbysieg. Archivfoto: TAP.

Handball. Am vergangenen Wochenende noch vorzeitig mit Rot vom Platz, nun mit 14 Toren der Derbyheld – der Hanauer Rückraumspieler Michael Malik hat innerhalb einer Woche ein wahres Wechselbad der Gefühle hinter sich. 

Artikel vom 09. November 2019 - 21:51

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Von Robert Giese

Am Samstagabend konnte sich Malik zu Recht feiern lassen, hatte er durch seine Zielsicherheit doch großen Anteil am 37:34 (20:15)-Auswärtssieg der HSG Hanau im Drittliga-Derby beim TV Gelnhausen.

Die Hanauer waren mit der schweren Bürde von drei Heimniederlagen in Folge in die Barbarossastadt gereist – und ohne weitere wichtige Spieler, denn neben Michael Hemmer fehlte auch Yannik Woiwod. Ohne gelernten Spielmacher musste das Team von Oliver Lücke improvisieren. Und der Trainer hatte den richtigen Riecher. Er stellte Malik auf Rückraum Mitte, wo dieser das Spiel in die Hand nahm.

Rasch ein offener Schlagabtausch

Vor rund tausend Zuschauern entwickelte sich rasch ein offener Schlagabtausch, bei dem die Abwehrreihen auf beiden Seiten eher eine Statistenrolle einnahmen. „Mit unserer Deckung war ich nicht so glücklich“, drückte es Lücke diplomatisch aus, denn die 6:0-Defensive der HSG hatte nach 20 Minuten bereits 13 Gegentreffer hinnehmen müssen. Vor allem Malik, der das Hanauer Spiel dirigierte, und Luca Braun im rechten Rückraum schlossen aber immer wieder sicher ab, sodass die Gäste zu diesem Zeitpunkt gleichauf waren.

Als Hanau zehn Minuten vor dem Pausenpfiff den Torwart wechselte, konnte sich die HSG innerhalb kürzester Zeit absetzen, denn der junge Fabian Tomm zeigte ein starkes Spiel und parierte einige Tempo-Gegenstöße. Gestützt auf diese gute Torwartleistung gelang es den Hanauern, bis zum Seitenwechsel einen Fünf-Tore-Vorsprung herauszuwerfen.

„In der zweiten Hälfte wollten wir mehr Zugriff haben“, sagte Lücke zur Marschrichtung nach Wiederanpfiff. Allerdings blieb es da beim Versuch, denn beim TVG warf vor allem der elffache Torschütze Dennis Weit weiterhin Tore wie am Fließband. „Wir haben gerade über die Erste und Zweite Welle viel zu viele Gegentore zugelassen“, ärgerte sich Lücke darüber, dass Gelnhausen den Rückstand wieder verringern konnte. Sein Team hatte dabei auch kurzzeitig damit Probleme, dass die Hausherren ihre Abwehr phasenweise auf eine 4:2-Deckung umstellten.

Große Spielfreude der HSG

Dass die HSG dennoch stets mit mindestens zwei Toren führte, lag einerseits an der großen Spielfreude in der Hanauer Offensive, wo neben Malik auch Braun mit acht Treffern herausstach, andererseits aber auch daran, dass Tomm weiterhin auf hohem Niveau spielte. „Das Torhüterduell haben wir gewonnen, und das war in meinen Augen ausschlaggebend“, lobte Lücke seinen jungen Schlussmann, der nach dem Seitenwechsel weitere hochkarätige Chancen des TVG vereitelte und sein Team damit in Führung hielt.

So kam Gelnhausen rund zehn Minuten vor Abpfiff und in den Schlussminuten zwar auf zwei Treffer heran, knapper wurde es dank Tomm, Malik und Braun aber nicht mehr. „Individuell war das von ihnen heute super“, freute sich Lücke über seinen ersten Sieg als Chef-Trainer, „und insgesamt war das von uns auch eine gute Teamleistung.“

HSG Hanau: Sebastian Schermuly, Fabian Tomm; Maximilian Bergold (1), Luca Braun (8), Marius Brüggemann (1), Björn Christoffel (2), Dennis Gerst (4), Henrik Graichen, Lucas Lorenz (3), Michael Malik (14/4), Yaron Pillmann (3), Jonas Schneider, Marc Strohl (1) – Schiedsrichter: Siebert/Welke – Siebenmeter: TVG 7/6, HSG 4/4 – Zeitstrafen: TVG 3, HSG 4 – Zuschauer: 1000



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