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Auf Nürburgring: Bruchköbeler Rennfahrer übersteht Horrorcrash

Motorsport

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    Horrorcrash: Nach mehreren Überschlägen kam Wüstenhagens BMW auf dem Dach liegend zum Stehen. Der Bruchköbeler blieb unverletzt. Screenshot: Youtube/Motorsport Meister

Motorsport. Rennfahrer Nick Wüstenhagen hat bei einem spektakulären Unfall auf dem Nürburgring großes Glück gehabt. Beim letzten Saisonrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft überschlug sich der Bruchköbeler mit seinem Rennauto mehrere Male. Der Wagen landete auf dem Dach, Wüstenhagen hatte einen Schutzengel. 

Artikel vom 08. November 2019 - 14:38

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Von Nils Moock

Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h platzte ihm beim Anbremsen der berühmt-berüchtigten Nürburgring-Nordschleife die Bremsscheibe vorne rechts. In der Folge wurde sein rechtes Vorderrad so stark beschädigt, dass der 23-Jährige die Kontrolle über seinen BMW M240i Racing verlor.

Schleudertrauma und blaue Flecken

„Ab diesem Zeitpunkt war ich den physikalischen Kräften hilflos ausgeliefert“, erzählt Wüstenhagen. Es kam zu einem heftigen Einschlag, der Wagen wurde einige Meter durch die Luft geschleudert und überschlug sich mehrmals. Erst dann kam der schwer beschädigte Wagen auf dem Dach zum Liegen. Wie durch ein Wunder konnte der Bruchköbeler, abgesehen von ein paar blauen Flecken und einem leichten Schleudertrauma, nahezu unverletzt selbstständig aus dem Wagen steigen. Dies hat er nicht zuletzt den hohen Sicherheitsstandards der Rennwägen zu verdanken. 

Zum Video vom Crash auf dem Nürburgring geht es hier lang.

Der Gesamtschaden des Rennautos beläuft sich auf rund 75 000 Euro. Glück für Wüstenhagen: Der Rennwagen ist versichert, allerdings mit einer hohen Selbstbeteiligung, in diesem Fall 8000 Euro. Weil ein Fahrfehler des jungen Motorsportlers aber ausgeschlossen ist, übernimmt Wüstenhagens Rennteam die anfallende Summe. 

Erster heftiger Unfall

Schon seit 14 Jahren ist der ehrgeizige Wüstenhagen im Motorsport aktiv, doch einen Unfall dieser Größenordnung habe er noch nicht miterlebt. Mit der Zeit entwickle man aber eine gewisse Routine darin, mit solchen Situationen umzugehen. Da verwundert es auch nicht, dass er am liebsten sofort wieder in seinen Rennwagen steigen würde: „Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht abwarten, in meinen Rennanzug zu schlüpfen, den Helm anzuziehen und wieder in mein Auto zu steigen.“

Reif für die Schrottpresse? Am Wagen entstand ein Schaden in Höhe von 75 000 Euro. Foto: Privat

 

Auch ein solcher Unfall kann ihn nicht davon abhalten, seinen Traum, den Motorsport vom Hobby zum Beruf zu machen, zu verwirklichen. Ganz im Gegenteil: Wüstenhagen versucht, dem Crash Positives abzugewinnen: „Meistens war ich nach meinen Unfällen schneller als vorher.“

Wüstenhagen träumt von der GT3

Bis jetzt ging es in der Karriere des 23-Jährigen stets bergauf, schaffte der ambitionierte Rennfahrer doch dieses Jahr den Sprung von der Rundstrecken-Challenge Nürburgring in die VLN. Auf diesem Erfolg will er sich aber keinesfalls ausruhen: „Mein Ziel ist es, in den nächsten ein oder zwei Jahren in die GT4 aufzusteigen und als Fernziel winkt dann natürlich die GT3“, sagte Wüstenhagen kürzlich dem Internetportal „Motorsport Total“.



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