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SG Bruchköbel: Albert Repp tritt als Trainer zurück

Bruchköbel

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    Albert Repp ist bei der SG Bruchköbel zurückgetreten. Archivfoto: Patrick Scheiber

Fußball. Bei dem schlecht in die Saison gestarteten Gruppenligisten SG Bruchköbel ist Albert Repp mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. 

Artikel vom 16. Oktober 2019 - 12:14

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Schon seit Wochen entsprachen die Leistungen der als Mitfavorit in die Saison gegangenen SGB nicht den Erwartungen, der miserable Auftritt am vergangenen Sonntag bei der 0:2-Derbyniederlage bei der SG Marköbel hat das Fass vermutlich zum Überlaufen gebracht. Mit elf mageren Punkten aus 13 absolvierten Spielen rangiert die SG Bruchköbel auf einem Abstiegsplatz. Frappierend ist die harmlose Offensive, denn erst neun Mal landete der Ball im bisherigen Saisonverlauf im gegnerischen Netz.

„Mit ist die Entscheidung nicht leichtgefallen, denn ich hatte bei der SG Bruchköbel zwei wundervolle Jahre als Trainer“, sagt Repp und lobt sowohl die Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern Oliver Gust und Steffen Henkel sowie die mit seinem Betreuerteam. „Mir geht es in erster Linie um den Verein und in dessen Sinne war mein Rücktritt die richtige Entscheidung. Man kann als Amateurverein keine zehn oder elf Spieler austauschen, also muss ein neuer Trainer für frischen Wind sorgen“, meint der 56-jährige Übungsleiter.

Dass die sportliche Entwicklung am Ende nicht mehr gepasst hat“, stimmt den Trainer traurig. Vorzuwerfen habe er sich und seinem Trainerteam aber nichts. „Nicht die Person, sondern der Verein ist wichtig“, fasst Repp seine Gedankengänge zusammen.

Nachfolgersuche läuft auf Hochtouren

„Persönlich tut mir die Trennung sehr leid, denn Albert hatte ein tolles Verhältnis zum Vorstand, doch der Fußball ist nun mal so wie er ist“, erläutert SGB-Fußballabteilungsleiter Oliver Gust. Vorübergehend hat der Sportchef die Trainingsleitung beim Tabellendrittletzten übernommen. Auch am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Nieder-Roden wird Gust verantwortlich auf der Bank sitzen.

Ein Dauerzustand soll dies freilich nicht werden. Im Verein läuft die Suche nach einem Repp-Nachfolger auf Hochtouren. Laut Gust soll die Entscheidung über den künftigen Trainer aber nicht ad hoc fallen, sondern will reiflich überlegt sein. „Wir möchten ja einen Trainer nicht nur für einen kurzfristigen Zeitraum verpflichten, daher muss schon alles passen“, so Gust. Die Variante auf einen Spielertrainer zu setzen, hält er für unwahrscheinlich, zumal mitten in der Saison derartige Optionen sowieso rar sind.

Tunca Eris auch weg

Die Zielsetzung von Gust und seinen Mitstreitern im Vorstand ist klar umrissen und lautet so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller herauszukommen. „Wir wollen einen Abstieg mit aller Macht verhindern. Dafür haben wir zu lange große Anstrengungen unternommen, um in Bruchköbel höherklassigen Amateurfußball anzubieten. Dass die Zeiten von Hessen- und Verbandsliga aktuell der Vergangenheit angehören, ist uns bewusst, doch in der Gruppenliga wollen wir schon gerne weiterhin bleiben“, so Gust.

Die Mannschaft, so der Abteilungsleiter, sei schließlich stärker als es der augenblickliche Tabellenstand aussagt. Der Rücktritt von Albert Repp war indes nicht die einzige Personalie, die Oliver Gust verkündete. So wird der erst zu Saisonbeginn vom FC Hanau 93 geholte und aktuell rotgesperrte Tunca Eris ab sofort nicht mehr dem Gruppenliga-Kader angehören. Man habe dem Spieler mitgeteilt, dass er ab sofort in den sportlichen Planungen keine Rolle mehr spielt, berichtet Gust.

Verbandsliga Hessen-Süd



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