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Lisa Oed gewinnt den Bruchköbeler Halbmarathon

Leichtathletik

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    Auf die Plätze, fertig los: Schnellste im Halbmarathon: Lisa Oed kam nach 1:20:17 Stunden ins Ziel. Foto: os

Leichtathletik. Für ein Novum hat Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach bei der 36. Auflage des Bruchköbeler Stadtlaufs gesorgt. Die mehrfache deutsche Jugendmeisterin ließ auf der 21,1-Kilometer-Halbmarathonstrecke mit der Spitzenzeit von 1:20:17 Stunden die komplette männliche Konkurrenz hinter sich und holte den Gesamtsieg. 

Artikel vom 20. August 2019 - 10:53

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Kurzfristig nachgemeldet hatte auch ihr Vereinskamerad Solomon Merne Eshete, der die zehn Kilometer in 33:48 Minuten für sich entschied.

Auf der hügeligen Strecke, mit der die Stadtteile Bruchköbels symbolische Verbindung fanden, hatte Eshete allerdings nicht den erwartet großen Vorsprung. „Ich habe eine neue Arbeitsstelle bei einem Bäcker, muss auch nachts arbeiten und konnte daher während der letzten zwei Wochen nur ein einziges Mal trainieren“, erklärte der frühere 29-Minuten-Läufer nach seinem Einsatz, bei dem ihm Jannik Trunk (Optimum Sportbrillen/SSC) auf den Fersen war.

Der US-Student überzeugte bei seinem Abschlussrennen vor der Rückkehr in die Studienheimat mit 34:26 Minuten, womit das Duo mehr als einen Kilometer vor Niklas Hilcken (38:57 Minuten) und Daniel Mansfeld (Hans Schuck Running/39:17 Minuten) herauslief.

Applaus für 80-Jährigen

Bei den Frauen lag SSC-U20-Athletin Angela Schick in 46:19 Minuten vor der früheren LAZ-Siebenkämpferin Katharina Weislogel (47:23 Minuten) in Front. Nach 1:22:26 Stunden hatte es mit dem 80-jährigen Kalli Flach auch der letzte Zehn-Kilometer-Teilnehmer geschafft und den Applaus der Zuschauer sicher.

Die staunten schon drei Minuten zuvor nicht schlecht, als Daniel Schröder in vollständiger Feuerwehr-Montur ins Ziel trabte. „17 Kilogramm Zusatzgewicht – da wird es schon sehr warm unter dem Schutzanzug“, so Schröder, der mit einem Kameraden gestartet war, das Ziel aber alleine erreichte. Ein Spaziergang war das schweißtreibende Unterfangen also trotz der läuferfreundlichen Temperaturen unterhalb der 20-Grad-Marke nicht.

Wenn Lisa Oed am Start steht, können sich die Organisatoren sicher sein, dass es in Richtung Streckenrekord zur Sache geht. Obwohl die 20-jährige Nationalkader-Athletin direkt vor ihrer zehntägigen Urlaubsphase „einfach mal so“ kurzfristig die Meldung abgab, konnte sich das Resultat sehen lassen.

Zwei Minuten schneller als der Rest

Nach zehn Kilometern hatte sie die führenden Männer Lorenz Köhl (JSK Rodgau/1:22:30 Stunden), Sven Löschengruber (LT Hanau-Bruchköbel/1:23:02 Stunden) und den Hanauer Benjamin Sahrmann (1:23:19 Stunden) im Blick, bis Kilometer 15 zog sie an allen vorbei und legte dann mit 18:20 Minuten für die nächsten fünf Kilometer und der Endzeit von 1:20:17 Stunden mehr als zwei Minuten zwischen sich und das „starke Geschlecht“.

Für Aufsehen sorgte inmitten der knapp 100 Teilnehmer auch Hang An aus Peking. Ebenso wie für den in China als Lehrer tätigen Sven Löschengruber stellte der Bruchköbeler Halbmarathon den Schlusspunkt einer siebenwöchigen Lauftour in Deutschland dar – und die insgesamt 15 Einsätze hatten offensichtlich kaum Kraft gekostet, denn mit 1:34:18 Stunden ging es für Hang An unerwartet flott über die 21,1 Kilometer rund um die Heimatstadt ihres Laufkameraden. Rang drei belegte Anette Portele vom Lauftreff Bruchköbel in 1:40:06 Stunden.

Einen Sieg für das veranstaltende LAZ Bruchköbel feierte in der M60 Willi Sauer (1:44:21 Stunden).
Den Waldemar-Wenzel-Gedächtnislauf über fünf Kilometer entschieden Peter Junker-Ringmeier (18:56 Minuten) und Tanja Schreiber-Ries (Optimum/23:33 Minuten) für sich, während bei den Schülern Alexander Zych (LAZ/2:48 Minuten) und Anna Fleckenstein (LT Freigericht/2:35 Minuten) über 750 Meter die Schnellsten waren. Alle Ergebnisse gibt es im Internet.     os

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