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HSG Hanau unterliegt beim Tabellendritten

Hanau

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    Bruchlandung: Yannik Woiwod war mit vier Treffern zwar zweitbester Werfer der HSG Hanau bei der Niederlage in Leutershausen, aber auch er beteiligte sich am Chancenwucher der Hanauer. Archivfoto: TAP

Handball. Beim Tabellendritten SG Leutershausen war für die HSG Hanau am Samstagabend nichts zu holen: Da die Hanauer mit ihren Einschussmöglichkeiten zu fahrlässig umgingen, die SGL auf der Gegenseite aber zuverlässig einnetzte, unterlag das Team von Patrick Beer in Leutershausen mit 24:29 (11:14). 

Artikel vom 23. März 2019 - 20:55

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Von Robert Giese

„In der Anfangsphase haben wir zu wenig Emotionen gezeigt“, war Beers Analyse zum eher fahrigen Auftritt seines Teams in der Anfangsviertelstunde. Die zu diesem Zeitpunkt insbesondere defensiv schwache Leistung schlug sich da bereits deutlich auf der Anzeigetafel nieder, denn die Gäste lagen nach 15 Minuten mit 5:9 im Hintertreffen. Beer hatte genug gesehen und nahm eine Auszeit – deren Wirkung sollte aber erst mit einiger Verzögerung eintreten, denn zunächst setzte sich die SGL gar auf sechs Treffer ab.

Zurückkämpfen der HSG

Mit fünf Toren in Folge kämpfte sich die HSG noch vor der Halbzeitpause aber wieder heran und war damit zurück im Spiel, auch wenn die Hausherren ihren Vorsprung bis zum Seitenwechsel wieder auf drei Treffer ausbauten. Als größtes Manko der Hanauer entpuppte sich schon im ersten Durchgang die Chancenverwertung: Einerseits hielt SGL-Schlussmann Alexander Hübe stark, andererseits aber vergaben die Gäste selbst allerbeste Möglichkeiten.

Im Versuch, die Partie zu drehen, verteidigte Hanau in der zweiten Hälfte immer offensiver: Erst nahm die HSG Hendrik Wagner in Manndeckung, später noch Niklas Ruß und Ernst Mantek. „Wagner und Ruß haben uns vorher im Zusammenspiel mit ihrem Kreisläufer große Probleme bereitet“, begründet Beer die Abwehrumstellung, die allerdings keinen durchschlagenden Erfolg hatte. „Die Manndeckung an sich hat gut funktioniert, wir haben dadurch einige Bälle erobert“, so der Hanauer Trainer, „aber das nutzt nicht viel, wenn wir sie im Angriff nicht reinmachen.“

Entscheidung 15 Minuten vor Schluss

Der Chancenwucher der HSG hatte schließlich Konsequenzen, denn eine Viertelstunde vor Schluss konnte sich Leutershausen auf sieben Tore absetzen und hatte die Partie damit entschieden. „Bis auf Maximilian Bergold und Dennis Gerst hatte heute keiner unserer Spieler eine gute Trefferquote“, haderte Beer mit den schwachen Abschlüssen seiner Spieler, „und dass wir gleich drei Siebenmeter verworfen haben, ist symptomatisch für unsere Offensivleistung heute.“

In der Verfolgergruppe der 3. Liga Ost verlieren die Hanauer durch die Niederlage Boden auf die ersten vier Plätze und müssen mehr denn je um die direkte Qualifikation für den DHB-Pokal bangen.

HSG Hanau: Benedikt Müller, Sebastian Schermuly; Maximilian Bergold (7), Marius Brüggemann, Björn Christoffel (2/1), Dennis Gerst (3), Michael Hemmer (3/1), Lucas Lorenz (1), Patrick Pareigis, Yaron Pillmann (1), Jan-Eric Ritter (2/2), Jannik Ruppert, Marc Strohl (1), Yannik Woiwod (4)
Schiedsrichter: Beyer/Jakob – Siebenmeter: SGL 2/2, HSG 7/4 – Zeitstrafen: SGL 3, HSG 3 – Zuschauer: 660

3. Liga Ost Männer



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