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Hanauer Rennfahrer Ioannis Smyrlis siegt beim 24-Stunden-Rennen

Motorsport

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    Arg demoliert war der Nexen Porsche des Teams Pixum Adrenalin Motorsport nach 24 Stunden Vollgas auf dem Nürburgring. Foto: Schüller
  • Der Hanauer Rennfahrer Ioannis Smyrlis (hintere Reihe, Dritter von links) hat mit seinem Team den Klassensieg in der seriennahen Klasse V5 geholt. Foto: Bermel

Motorsport. Mit dem 24-Stunden-Rennen hat einer der größten Motorsportevents am Nürburgring stattgefunden. Mit dabei war auch der Hanauer Rennfahrer Ioannis Smyrlis, der sich zusammen mit seinen Teamkollegen Christian Büllesbach, Andreas Schettler und Carlos Arimon den Klassensieg in der seriennahen Klasse V5 sicherte.

Artikel vom 18. Mai 2018 - 11:15

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Von Max Bermel

Trotz weniger Kilometer im freien Training fuhr Smyrlis mit dem Nexen Porsche aus dem Team von Pixum Adrenalin Motorsport die schnellste Rundenzeit. Auch in der ersten Qualifikation überzeugte das Quartett mit einer guten Leistung und brachte den Porsche erneut auf die erste Position der Klasse V5. Beim zweiten Qualifying steuerte Schettler das Fahrzeug und sicherte dem Team den zweiten Startplatz.

Vor einer atemberaubenden Kulisse ging der Start zum 24-Stunden-Rennen über die Bühne. Startfahrer Smyrlis setzte direkt seinen vorderen Konkurrenten unter Druck.

Lange Zeit ein harter Zweikampf
„Ich hatte die Ehre den Start zu fahren und gleichzeitig die einzigartige Atmosphäre in der Einführungsrunde erleben zu dürfen. Die Fans an der Strecke sind super, es ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis“, so Smyrlis, der das Fahrzeug an Teamkollege Büllesbach übergab, welcher den Porsche auf den ersten Platz fuhr. Lange Zeit lieferte man sich mit dem Porsche von mcchip DKR einen harten Zweikampf, der nach einer Rennzeit von zehn Stunden auf Grund eines Unfalls ausschied. Jedoch blieb dem Vierergespann um den Hanauer Smyrlis keine Gelegenheit durchzuatmen, da sich mit FK Performance ein weiterer Konkurrent ankündigte.

Bei noch zehn verbleibenden Stunden verabschiedeten sich einige Hilfssysteme, weshalb die Fahrer fortan besonders gefordert wurden. Auch die Wetterlage hatte sich zu diesem Zeitpunkt zugespitzt und brachte erschwerte Bedingungen. Doch die Fahrer aus dem Team vom Pixum Adrenalin Motorsport verteidigten die Spitzenposition.

Durch die immer schlechteren Wetterverhältnisse in der Eifel, wurde den Fahrern alles abverlangt. Im Streckenabschnitt Fuchsröhre verlor der Spanier Arimon das Fahrzeug und schlug in die Leitplanke ein. Allerdings wurde dabei lediglich die Frontschürze und nicht der ebenfalls dort sitzende Kühler beschädigt. Durch einen strategischen Schachzug der Boxencrew gelang es dem Team vom Pixum Adrenalin Motorsport die Führung zu halten.

Zwei Stunden Wetter-Pause
Da sich das Wetter um die Mittagszeit weiter verschlechterte, entschied man sich für eine Rennunterbrechung. Nach etwa zwei Stunden Pause wurde das Rennen erneut frei gegeben. Durch die im Reglement festgelegte Regelung im Falle einer Unterbrechung, wurde der Vorsprung zum Hintermann gestrichen und der Wettkampf auf Null gesetzt. Schettler saß beim Neustart im Auto und musste sich gegen vier Kontrahenten wehren. Direkt hinter ihm brachte sich der Porsche von FK Performance in Lauerstellung und setzte Schettler unter enormen Druck. Nach zwei Runden kam der FK Pilot bei den noch immer schlechten Bedingungen unter die Räder und schlug in die Leitplanke ein. Durch die Zweikämpfe der Verfolger, gelang es Schettler einen Vorsprung heraus zu fahren.

In der letzten Runde brachte man den Sieg noch einmal in Gefahr, als Schettler im Bereich Eiskurve unter Aquaplaning in die Leitplanke einschlug. Dies hatte eine krumme Hinterachse und eine stark demolierte Felge zu Folge. Zum Sieg reichte es letztlich doch, da das Auto zwar stark beschädigt, jedoch noch fahrbereit war. „Das Rennen war nicht einfach, da wir nicht nur mit dem Ausfall von Hilfssystemen, sondern auch mit zwei Unfällen zu kämpfen hatten“, bilanzierte Smyrlis, der eine Werkstatt in Maintal betreibt.



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