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"Kür der Besten": Hopmann, Ertmer und SG Bruchköbel ausgezeichnet

MainKinzigKreis

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    Für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, den Aufstieg in die 3. Handball-Liga, wurde die erste Männermannschaft der SG Bruchköbel am Mittwochabend im Kommunikationscenter der Kreissparkasse Gelnhausen von HA-Redakteurin Julia Meiss und Rainer Gimplinger (Dritter von rechts), Vorsitzender der Sparkassen-Sportstiftung, als Mannschaft des Jahres 2017 im Main-Kinzig-Kreis ausgezeichnet. Foto: Häsler

Sport. Im Kommunikationscenter der Kreissparkasse Gelnhausen wurden Triathletin Julia Ertmer (TV Bad Orb) und Ruderer Henry Hopmann (Hanauer RC Hassia) als Sportlerin und Sportler des Jahres sowie die erste Männermannschaft der SG Bruchköbel als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.

Artikel vom 09. Februar 2018 - 17:09

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Sport Allgemein. Kopfschüttelnd und mit hochroten Wangen, aber auch mit einem breiten Grinsen im Gesicht, hatte Ruderer Henry Hopmann am Mittwochabend der Laudatio von HA-Redakteur Christian Dauber gelauscht, der Hopmanns Wandlung vom „Vollchaoten“ zum Vorzeige-Athleten beschrieben hat und ihn schließlich zum Sportler des Jahres 2017 im Main-Kinzig-Kreis kürte.

„Er hat die Titel geradezu gesammelt: deutscher U19-Meister und EM-Zweiter im Vierer mit Steuermann, deutscher U19-Meister im Achter und WM-Dritter im Vierer ohne Steuermann“, zählte HA-Redakteur Christian Dauber die Erfolge von Henry Hopmann im Jahr 2017 auf und schilderte mit entwaffnender Ehrlichkeit die charakterliche Veränderung, die der junge Ruderer auf dem Weg zum Erfolg durchgemacht habe.

Weg zum Vorzeige-Athleten
„Er ist ein Vollchaot. Ich habe selten einen so unorganisierten Leistungssportler gesehen. Er vergisst alles“, zitierte Dauber den Trainer von Henry Hopmann, Volker Lechtenberg. Jene Anekdoten riefen bei Herny Hopmann und seinen Eltern die Erinnerungen an die chaotische Zeit wach und sie konnten gar nicht anders, als abwechselnd den Kopf zu schütteln, zu lachen und kurze Kommentare wie „Ach je“ von sich zu geben.

Ebenfalls deutlich geschildert wurde der Weg Hopmanns zum Erfolg, denn nach einer gepfefferten Ansage des Trainers, entweder der junge Mann komme geläutert zurück oder gar nicht, hat sich der einstige Chaot zum Vorzeige-Athleten entwickelt. Diese charakterliche Veränderung war nicht nur der Grundstein für den folgenden Erfolg, sondern auch ein Indiz für mentale Stärke. Belohnt wurde diese Veränderung mit zahlreichen Titeln und Medaillen, wofür Hopmann nun als Sportler des Jahres 2017 im Main-Kinzig-Kreis ausgezeichnet wurde. Rainer Gimplinger, Vorsitzender der Sparkassen-Sportstiftung, überreichte zudem einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

Triathletin mit hohem Pensum
Großen Respekt verdiente sich Julia Ertmer mit ihrem sportlichen Erfolg im Jahr 2017: Die Triathletin des TV Bad Orb wurde auf Hawaii Weltmeisterin in ihrer Altersklasse. „Sie betreibt einen unglaublichen Aufwand, denn Julia Ertmer ist vollberuflich als Lehrerin tätig und ist sogar noch Klassenlehrerin, was noch einmal mehr Aufwand bedeutet“, zog Axel Grysczyk, Redaktionsleiter der Gelnhäuser Nachrichten, vor der Sportlerin des Jahres 2017 seinen Hut. Immerhin trainiert das Ausdauer-Ass wöchentlich zehn bis 15 Stunden, vor großen Wettkämpfen kann der Wochenumfang aber auch bis zu 30 Stunden betragen.

Die 33-Jährige ist nicht nur ein sportliches Vorbild, das Vereinsgeschichte geschrieben hat, sondern auch ein Aushängeschild des Main-Kinzig-Kreises. Zusätzlich zur absolut verdienten Auszeichnung als Sportlerin des Jahres gab es für Ertmer, die in Offenbach lebt und arbeitet, einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

Eine neue Ära eingeleitet
Vereinsgeschichte hat auch die SG Bruchköbel geschrieben. Genauer gesagt die erste Männermannschaft der Handballer, die in der Saison 2016/17 die Meisterschaft in der Oberliga holte und den Aufstieg in die 3. Bundesliga schaffte.

Liebevoll als „Oberliga-Dino“ bezeichnete HA-Sportredakteurin Julia Meiss das Team zu Beginn ihrer Laudatio, denn schließlich spielte die erste Mannschaft der SGB-Handballer 24 Jahre am Stück in Hessens höchster Liga. Am 9. April 2017 hat die Mannschaft von Coach Oliver Hubbert dem ein Ende gesetzt und eine neue Ära eingeleitet, denn an jenem Tag machte die SGB ihr Meisterstück und stand vorzeitig als Aufsteiger fest.

Mannschaft mit besonderen Qualitäten
Bis dahin war es aber ein beschwerlicher Weg, denn im Jahr zuvor hatte die SG Bruchköbel die Meisterschaft ganz knapp verpasst. Diese Erfahrung war aber letztlich eine wichtige Lektion auf dem Weg zum Titelgewinn. „Gerade diese Eigenschaft, aus Rückschlägen und Niederlagen die richtige Erkenntnis zu ziehen, zeichnet eine Spitzenmannschaft aus“, attestierte Meiss der Mannschaft Größe.

Bis zum Schluss blieb das Team konzentriert und fokussiert, wofür es als Lohn die Meisterschaft gab. Und nun auch den Titel Mannschaft des Jahres 2017 im Main-Kinzig-Kreis und einen Scheck über 1500 Euro. HA

 

Kür der Besten

Im Januar 2003 – rückwirkend für das Sportjahr 2002 – wurden zum aller ersten Mal die Sportlerin, der Sportler und die Mannschaft des Jahres im Main-Kinzig-Kreis ausgezeichnet. Ausrichter und Initiator der mittlerweile prestigeträchtigen Veranstaltung war und ist bis heute die Sparkassen-Sportstiftung Main-Kinzig, die ab der ersten Stunde mit den Tageszeitungen HANAUER ANZEIGER, Kinzigtal Nachrichten und Gelnhäuser Tageblatt kooperierte.

Mittlerweile ist das Wochenblatt Gelnhäuser Nachrichten in die Jury aufgerückt, weil das Gelnhäuser Tageblatt im letzten Jahr geschlossen wurde. Die drei Zeitungen führen regionale Sportlerwahlen durch und aus diesem Pool der Nominierten ergeben sich auch die Kandidaten für die MKK-Sieger. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der drei Zeitungen sowie dem Vorstand der Sparkassen-Sportstiftung, bestimmt dann in einer Jurysitzung die Sieger in den drei Kategorien.



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