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Film-, Foto und Videoclub Hanau Gastgeber des Landesfilmfestivals

Hanau

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    Manfred Beuttel vom gastgebenden Verein machte die Zuschauer mit der Vergangenheit des kostbaren Glases aus Murano bekannt – Moderne digitale Technik bewegt seine Bilder auf der Leinwand. Foto: Dieter Kögel

Hanau. Insgesamt 14 Filmautoren haben in der Reinhardskirche beim Landesfilmfestival Hanau des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren ihre Arbeiten vorgestellt. Sie bewarben sich damit nicht nur um die Prämierung im Landeswettbewerb, sondern stellten auch die Weichen für die Teilnahme am Bundesfilmfestival des Verbandes.

Artikel vom 10. Februar 2020 - 10:47

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Von Dieter Kögel

Ausrichter des Landeswettbewerbs war wieder in gewohnt professioneller Weise der Film-, Foto und Videoclub Hanau, der schon seit über einem Jahrzehnt Gastgeber des Landesentscheides ist.

Im voll besetzten Saal der Reinhardskirche oblag es denn auch dem Vereinsvorsitzenden und Clubleiter Peter Steiner, die eingereichten Filme anzukündigen. Zehn von ihnen befassten sich mit dem Genre Dokumentarfilm, drei Beiträge stammten aus dem Bereich Fiktion, mit den Geheimnissen um die Artenvielfalt und das verborgene Tierleben im Rothaargebirge besetzte Horst Thomas vom Film- und Video-Club Siegerland als einziger Teilnehmer den Bereich des Naturfilmes.

Teilnehmer aus ganz Hessen

Die Wettbewerbsteilnehmer kamen aus sieben verschiedenen hessischen Clubs, darunter auch dem aus Hanau. Manfred Beuttel vom gastgebenden Verein machte die Zuschauer mit der Vergangenheit des kostbaren Glases aus Murano bekannt und zeigte in seinem Beitrag auf bemerkenswerte Weise, wie sich aus eigentlich starren Fotos mit moderner digitaler Technik bewegte Bilder auf der Leinwand herstellen lassen.

Der Mausklick macht es möglich, dass die Glaskugeln mit den geheimnisvollen Einschlüssen die Farbe wechseln, dass sich Lichtstimmungen und damit auch die Anmutungen der Objekte wandeln. So fesselnd diese mit digitalen Möglichkeiten herbeigeführten Veränderungen auch gewesen sein mögen, manchem Juroren waren diese Digitaltricks nicht geheuer.

Jury macht sich Entscheidung nicht einfach

Auch davon konnten sich die Zuschauer ein Bild machen. Denn die Juroren Robert Becker, Helmi Hansen, Rüdiger Schnorr, Lars Sebralla und Dr. Stephan Vogel gaben unter der Regie von Juryleiter Dieter Kopelke nach den Vorführungen ihre persönlichen Urteile ab, gingen ein auf die Geschichte, auf Dramaturgie, Kameraführung, Musikuntermalung, Spannungsbogen, technische Umsetzung.

Und da waren die fünf Jurymitglieder am Richtertisch logischerweise nicht immer einer Meinung. Was als Quell für eigene Überlegungen bei den Zuschauern allerdings durchaus etwas Anregendes hatte. Und das hatten viele der gezeigten Filme auch.

Abenteuerliche Reise mit dem Tandem durch Thailand

In „Bike for Dad“ schilderte Dietmar Rodewald vom Wiesbadener Filmkreis eine durchaus abenteuerliche Reise mit dem Tandemfahrrad durch Thailand. Nach 1115 Kilometern Linksverkehr auf überfüllten Straßen, Schlammpisten oder Schotterwegen unter den Augen vergoldeter Götterstatuen, da lässt sich einiges dokumentarisch berichten. Auch über die Behebung von Pannen.

Aber die Ziele für das Kameraobjektiv, sie können auch ganz nahe liegen, wie Helmut Staubach vom Filmclub Taunus Bad Homburg in seiner Arbeit „Mein Sommer“ bewies. Aus der Not, dass die Gleisbauarbeiten nahe des eigenen Gartens keine Ruhe mehr zuließen, machte der Filmautor eine Tugend und folgte der Streckensanierung akribisch mit der Kamera.

Genauso wie Gerhard Kreysa vom Wiesbadener Filmkreis, der im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit seiner Kamera wirklich scheinbar Unmögliches aufgestöbert und festgehalten hat. Alles in allem ein buntes thematisches Potpourri, das je nach den Vorstellungen der Autoren umgesetzt worden ist.

Filmer sind eine One-Man-Show

Und alles in eigener Regie, unterstreicht Helmi Hansen vom Hanauer Film-, Foto und Videoclub. Denn die Filmer machen alles selber. Von der Aufnahme über die Nachbearbeitung, den Schnitt, die Vertonung. Über ein Dutzend „Gewerke“ seien an so einer Produktion in der Realität beschäftigt.

Und bei den Amateuren ist es „eine One-Man-Show,“ so Juryleiter Dieter Kopelke. Da kommt „alles aus einer Hand.“ Und dabei unterstützt der Hanauer Film-, Foto und Videoclub Mitglieder und Interessierte. Die können sich im Internet über die aktuellen Termine des Clubs informieren. 
›› ffv-hanau.de 



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