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Kommentar HSB-Fuhrpark: Hanau könnte Pioniergeist beweisen

Hanau

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    HA-Redakteure Christian Dauber. Foto: HA

Die Hanauer Straßenbahn bleibt bei Diesel. Elektrobusse werden hin und wieder auf Praxistauglichkeit getestet, aber kaufen will die HSB solche Fahrzeuge vorerst nicht. 

Artikel vom 08. Januar 2020 - 10:39

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Von Christian Dauber

Sie seien mehr als doppelt so teuer wie saubere Dieselbusse, auf die die Flotte nach und nach umgerüstet wird. Außerdem sei der Betriebshof nicht dafür gerüstet. An Wasserstoff denkt die HSB bisher erst recht nicht – oder zumindest kaum. Das ist schade, und das sollte sich ändern.

Der Industriepark Wolfgang ist Dreh- und Angelpunkt für das Projekt H2anau, mit dem seit über zwei Jahren der Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen getestet wird. Tausende Kilometer sind mit den Autos abgespult worden. Die Hochdachkombis basieren auf einem Renault Kangoo, der mit Brennstoffzelle versehen wurde. Evonik, Umicore, Heraeus, die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, die Fraunhofer Projektgruppe IWKS und auch die Stadtwerke Hanau ziehen an einem Strang. Die Erfahrungen sind fast durchweg positiv.

Ordentliche Reichweite

Die in den Autos verbaute Technik kombiniert die Vorteile eines Elektroautos mit jenen einer Brennstoffzelle: Die Testfahrzeuge sind emissions- und geräuschlos, haben dazu noch eine ordentliche Reichweite. Eigens für das Projekt wurde im Industriepark eine Wasserstofftankstelle geschaffen.

Warum also testet die HSB nicht einen Wasserstoffbus in Hanau? Die Experten für das Thema sind um die Ecke, über das Projekt H2anau die Wege kurz. Sicher würde sich eine Lösung finden, dass der oder die Busse die Zapfsäule in Wolfgang nutzen können. Die Anschaffung eines solchen Hybrid-Busses, die bereits von mehreren Firmen produziert werden, muss zudem kein Loch in die Bilanz reißen: Es gibt Förderprogramme von Bund und EU.

Ein Wasserstoffbus würde große Aufmerksamkeit auf das Thema richten. Die HSB könnte der Öffentlichkeit zeigen, was möglich ist. Das wiederum könnte Nachahmer auf den Plan rufen und die Schaffung einer dringend benötigten öffentlichen Wasserstofftankstelle beschleunigen. Und wem anders als der selbstbewussten Stadt Hanau könnte ein solches Projekt besser zu Gesicht stehen?



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