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Baugebiet Mittelbuchen-Nordwest: Erste Eigentümer sind eingezogen

Hanau

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    Grün und luftig: So soll es im Neubaugebiet aussehen, wenn alles fertig ist. Visualisierung: Bien Ries

Hanau. Die ersten Eigentümer sind im umstrittenen Baugebiet Mittelbuchen-Nordwest eingezogen. Wie das Unternehmen Bien-Ries mitteilt, ist der erste Bauabschnitt des Gebiets mit dem Namen „Landgut“ fertiggestellt. Mitte Dezember konnten die neuen Eigentümer von neun Häusern und 33 Eigentumswohnungen ihr neues Zuhause beziehen.

Artikel vom 05. Januar 2020 - 05:17

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Seit Anfang 2019 wird auf dem rund 33 300 Quadratmeter großen Grundstück gebaut. Insgesamt entstehen
122 Wohneinheiten. Neben 33 Eigentumswohnungen werden auch 89 Häuser errichtet. Die verbleibenden 80 Häuser werden laut Mitteilung in vier weiteren Bauabschnitten errichtet. Der Baubeginn für den zweiten und dritten Abschnitt sei bereits erfolgt.

107 bis 170 Quadratmeter Wohnfläche

Die insgesamt 89 Häuser bestehen aus 81 Reihen- und Doppelhäusern sowie acht freistehenden Einfamilienhäusern und bieten Wohnflächen von 107 bis 170 Quadratmetern. Mit verschiedenen Grundrissen wird ein „Höchstmaß an Individualität“ angeboten, heißt es in der Mitteilung. Alle Häuser verfügten über Garagen und/oder Außenstellplätze und erhalten im Garten ein Gerätehaus oder eine Gartenhütte. 

„Für die weitere Entwicklung von Hanau ist ein qualitatives und quantitatives Wachstum notwendig“, erläutert Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Damit bleibt die Schaffung von Wohnraum eines der wichtigen Themen in unserer Stadt. Wir freuen uns, dass wir mit Bien-Ries einen Partner gefunden haben, der sich dieser Herausforderung stellt und mit dem wir die anstehenden Projekte zügig für unsere Bürgerinnen und Bürger umsetzen können“, wird Kaminsky in der Mitteilung von Bien-Ries zitiert.

Stadtwerke liefern klimafreundlichen Strom

Die Stadtwerke Hanau versorgen das neue Wohnquartier über ein Nahwärmenetz mit klimaschonend erzeugtem Strom und Wärme aus einem Blockheizkraftwerk. Der Einsatz eines solchen Blockheizkraftwerks gilt derzeit als eine der effizientesten und klimafreundlichsten Technologien. Die Planung des Nahwärmenetzes erfolgte ebenfalls durch die Stadtwerke. Damit können die Bewohner neben Warmwasser und Strom auch Heizwärme bequem aus einer Leitung erhalten.

Zusätzlich haben die Kreiswerke Main-Kinzig im gesamten Quartier Glasfaserkabel verlegt, sodass die Haushalte alle Vorzüge des Highspeed-Internets mit Datenübertragungsraten von rund 300 MBit nutzen können.
„Die Region Rhein-Main ist ein Wachstumsmotor, und das spüren wir auch bei der großen Nachfrage hier in Mittelbuchen, das den Charme einer Kleinstadt mit einer zentralen Lage in der Region perfekt verbindet“, erklärt Wolfgang Ries, Vorstand der Bien-Ries Ag laut Mitteilung.

Kritiker befürchten Verkehrs- und Umweltbelastung

„Wir haben auch hier wieder bezahlbaren Wohnraum geschaffen, der aufgrund der durchdachten Planung, der hochwertigen Ausstattungskonzepte und der architektonischen Qualität kaum einen Wunsch offenlässt. Damit haben wir erneut unseren eigenen Anspruch, eine Manufaktur für urbane Wohnkonzepte zu sein, umgesetzt“, heißt es in der Mitteilung.

Das Baugebiet Mittelbuchen-Nordwest gilt seit den Anfängen als umstritten. Eine Bürgerinitiative wehrte sich mit Vehemenz und gerichtlich, aber letztlich vergeblich gegen die Realisierung. Die IG befürchtet negative Auswirkungen für den Stadtteil Mittelbuchen hinsichtlich der Verkehrsbelastung und Umweltaspekten. Auch der Schutz des mittlerweile umgesiedelten Feldhamsters war der Gruppe ein großes Anliegen. cd



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