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Kommentar zur Vorkaufssatzung: Geschlossen gegen Spekulanten

Hanau

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Die Entscheidung des Hanauer Stadtparlaments, geschlossen für die Vorkaufssatzung zu stimmen, mit der man Spekulanten einen Riegel vorschieben will, verdient Lob und Hochachtung. Ganz besonders die Zustimmung der FDP, für die ja eigentlich die Selbstregulierung der Märkte höher wiegt als staatliches Eingreifen.

Artikel vom 18. Dezember 2019 - 13:47

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Von Jutta Degen-Peters
In der Stadtverordnetenversammlung war am Montagabend greifbar, wie sehr allen Fraktionen das Wohl und die Entwicklung Hanaus am Herzen liegen.

Schon lange schießen nicht nur im Rhein-Main-Gebiet Immobilienpreise durch die Decke, müssen Einzelhändler aufgeben, weil sie die Mieten nicht mehr tragen können. Da kann es nicht sein, dass Kommunen tatenlos zusehen müssen, wenn sich immer mehr Billigläden breitmachen und inhabergeführte Geschäfte schließen müssen, die einer Stadt ein besonderes Profil verleihen.

Natürlich kann die Vorkaufssatzung nur ein Anfang sein. Dass Hauseigentümer in London oder Honolulu den Klageweg beschreiten werden, wenn sie von der Stadt gehindert werden, einen Mondpreis für ihre Immobilie in Hanau zu erzielen, kann man sich vorstellen. Gerichtliche Auseinandersetzungen können Entwicklungen lange blockieren. Und ob die Stadt in wirtschaftlich schlechteren Zeiten noch das Geld hat, Immobilien selbst zu erwerben, bleibt abzuwarten.

Trotzdem ist das Signal richtig und wegweisend, ist die parteienübergreifende Geschlossenheit in Hanau mehr als überzeugend. Bleibt zu hoffen, dass andere Kommunen dem Beispiel Hanaus folgen und das genaue Hinschauen, wer aus welchem Grund eine Immobilie in Hanau erwerben will, Profithaie abschreckt.



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