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Stadtteiltreffen: Mögliches Baugebiet für Klein-Auheim

Klein-Auheim

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    Der Regionalverband hält es für grundsätzlich geeignet, am nordöstlichen und südöstlichen Rand Klein-Auheims Siedlungsflächen zu erweitern. Die Stadt hatte diese Areale zur Siedlungserweiterung vorgeschlagen. Luftbild: Axel Häsler

Klein-Auheim. Das per Handy-App oder Telefon buchbare, von 5.30 bis 1.30 Uhr verkehrende Anruf-Großtaxi „Hopper“ habe sich seit seiner Einführung im Sommer 2019 bewährt als neues öffentliches Verkehrsmittel auf dem Weg von Klein-Auheim zum Hauptbahnhof und zurück bis in den Ostkreis Offenbach. 

Artikel vom 29. November 2019 - 11:09

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Insbesondere Senioren und junge Menschen loben nach Angaben der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach das neue „Hopper“-Anrufsammeltaxi. Es ermögliche deutlich mehr Mobilität als bisher, weil es unabhängig von herkömmlichen Fahrplänen funktioniert, heißt es zur Begründung. Neben regelmäßigen ÖPNV-Kunden hätten auch Neukunden gewonnen werden können. Zahlen beförderter Fahrgäste allein für Klein-Auheim liegen derzeit noch nicht vor. Im gesamten Nutzungsraum, der vor allem den Ostkreis Offenbach abdeckt, registrierte die kvgOF bisher mehr als 17 000 Nutzende – mit steigender Tendenz. Dieses Zwischenfazit zog Hanaus Stadtrat Thomas Morlock auf der Datenbasis der federführenden Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) beim jüngsten Stadtteiltreffen in der Willi-Rehbein-Halle.

Bei der Zusammenkunft von Magistrat und städtischen Fachleuten mit dem Ortsbeirat Klein-Auheim berichtete Oberbürgermeister Claus Kaminsky zudem von sogenannten Suchräumen für Siedlungserweiterungsflächen.
So hält es der Regionalverband für grundsätzlich geeignet, am nordöstlichen und am südöstlichen Ortsrand den Stadtteil zu erweitern und abzurunden. In der südwestlichen Randlage „Am Flurkreuz“ verringert der nötige Abstand von 400 Metern zur vorhandenen Hochspannungsleitung die mögliche Erweiterungsfläche. Als „potenziell attraktiv“ wird die Fläche nordwestlich der Kreisstraße 200 außerhalb der Ortslage angesehen; hier sind Wohnungsbau auf rund 27 Hektar Fläche im Norden und etwa 18 Hektar Gewerbenutzung im Süden denkbar.

Vorschläge der Stadt

All diese Suchräume hatte die Stadt Hanau dem Regionalverband vorgeschlagen. Dieser prüft die Flächen nun im Zusammenhang damit, einen Vorentwurf für den Regionalen Flächennutzungsplan 2030 weiter zu prüfen und zu bewerten. Mit dem Vorentwurf soll sich 2021 nach der Kommunalwahl die neue Verbandskammer beschäftigen. In diesem Jahr ist auch in Hanau ein Stadtverordnetenbeschluss zu erwarten.

Mit dem nächsten konkreten Schritt im Bauverfahren für das altengerechte Betreute Wohnen im Mühlfeld ist im ersten Quartal 2020 zu rechnen. Derzeit werden Stellungnahmen von Anwohnern und Trägern öffentlicher Belange ausgewertet, die im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens bis Ende Oktober eingingen. 

Durch den Ausbau der nordmainischen S-Bahn und den damit nötigen Ausgleich für den Eingriff in die Natur erhält Klein-Auheim die Chance auch den letzten Abschnitt des Hellenbachs zwischen Schöpfwerk und Mündung in den Main zu renaturieren. Eine fertige Planung dafür liegt laut städtischer Naturschutzbehörde vor, derzeit finden Vertragsverhandlungen statt.

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel berichtete beim Stadtteiltreffen, dass die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul bereit sei sieben zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren zur Verfügung zu stellen. Damit werde die knappe Platzkapazität in Klein-Auheim etwas abgemildert. Insgesamt stehen im Stadtteil derzeit 434 Plätze in der Kindertagesbetreuung für Null- bis Zwölfjährige zur Verfügung, davon 250 von freien Trägern. 

Ausbau der Schule

Weiss-Thiel erläuterte weiter, dass der Ausbau der Friedrich-Ebert-Schule zu einer vierzügigen Grundschule mit Ganztagesbetreuung begonnen habe. Damit erhält sie künftig 16 Klassen- und drei Betreuungsräume, Bibliothek, Mensa und ein Koordinierungsbüro für den Ganztag.

Als erfreulich bezeichnete es OB Kaminsky, dass Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn das im vorigen Juni neu eröffnete „RadWerk“ im Januar 2020 als „Museum des Monats“ auszeichne.

Bisher besuchten weit mehr als 2000 Gäste die Ausstellung zur Ortsgeschichte dort. Die Beschilderung zum „RadWerk“ soll nach Prüfung städtischer Fachleute gegebenenfalls ergänzt und angepasst werden.
Zu den Bauprojekten des Jahres 2020 sollen auch die Sanierung des Erdgeschosses in der Feuerwache Klein-Auheim gehören und eine bessere Verkehrsführung am Rewe-Markt. kb



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