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Arbeiten an der Limesbrücke werden schneller als geplant beendet

Hanau

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Hanau. Das ging schneller als erwartet: Wie Hessen Mobil bestätigt, werden die Arbeiten an der Limesbrücke zwischen Klein-Auheim und Großauheim am Freitag beendet sein. Ursprünglich hatte das Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes damit gerechnet, dass die Arbeiten bis Weihnachten dauern würden. 

Artikel vom 27. November 2019 - 11:12

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Von David Scheck

Wenn es nicht zu witterungsbedingten Verzögerungen kommt, ist die Brücke, über welche die Kreisstraße 859 führt, ab dem ersten Adventswochenende wieder für den motorisierten Verkehr befahrbar.

Aufgrund von Verschleiß mussten wichtige tragende Teile der Brücke, die sogenannte Übergangskonstruktion, erneuert werden (unsere Zeitung berichtete). Die dazu nötigen Arbeiten konnten nicht im laufenden Betrieb durchgeführt werden, was eine komplette Sperrung für den Pkw- und Lkw-Verkehr sowie großräumige Umleitungen derselbigen nötig machte.

Hessen Mobil hatte Verzögerungen angekündigt

Da es bei der Lieferung der benötigten Teile zu Lieferschwierigkeiten kam, verzögerte sich die Sanierung und konnte erst Anfang November begonnen werden. Vor rund vier Wochen ließ Hessen Mobil unter anderem über unsere Zeitung den Pendlern noch mitteilen, dass sie sich wohl bis Weihnachten würden gedulden müssen. Umso überraschender nun das Ende der Sperrung rund einen Monat vor dem Fest.

Grundsätzlich seien die Arbeiten im Bereich von Übergangskonstruktionen sehr aufwändig und zum Teil sehr diffizil. Nahezu 300 Lagerkonstruktionsteile mussten im Fall der Limesbrücke ausgetauscht werden, wie Hessen Mobil erläutert. Die Arbeiten erfolgten in dem Hohlkastenprofil unterhalb der Brücke.

Erwartete Schwierigkeiten bleiben aus

Ein Zugang war dabei nur über einen Schacht in den vorhandenen Brückenpfeilern möglich. Gerade diese Unwegsamkeiten seien natürlich zur Ermittlung der geplanten Bauzeiten herangezogen worden. Letztendlich hätten die Arbeiten aber ohne größere Schwierigkeiten und deshalb auch schneller durchgeführt werden können. Darüber hinaus habe die bauausführende Firma durch entsprechende Disposition den Bauablauf noch weiter optimieren können. 

Dazu erläutert Hessen Mobil auf Nachfrage: „Vor der Ausschreibung von Baumaßnahmen ermitteln wir die einzuhaltende Bauzeit und fixieren diese vertraglich mit der beauftragten Baufirma. Innerhalb dieser Bauzeitvorgabe kann jede beauftragte Baufirma die Bauabwicklung sowohl zeitlich als auch personell entsprechend ihrer betrieblichen Möglichkeiten abwickeln.“ 

Pendler nehmen Sanierung gelassen

Diese Gestaltungsfreiheit für Unternehmen fördere die Wettbewerbsfähigkeit, was sich in wirtschaftlichen Angeboten widerspiegele – und führt offensichtlich auch mal zu einem für Pendler erfreulichen früheren Bauende.

 Machte die Sperrung der Limesbrücke Umwege erforderlich, hielt sich das Klagen darüber aber wohl in Grenzen: „Nachdem wir sehr frühzeitig die Baumaßnahme und die damit verbundene Umleitung gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert hatten, gab es während der Baudurchführung keine Beschwerden im Zusammenhang mit der Umleitung, die an uns herangetragen wurden“, äußert die Landesbehörde.

Brücke weist Fahrbahnschäden auf

Bleibt die Frage, wann die nächste Sanierung nötig wird. Für die Haltbarkeit einer Übergangskonstruktion spielen laut Hessen Mobil die Verkehrsmenge und auch der Schwerverkehrsanteil eine entscheidende Rolle. Erfahrungen hätten gezeigt, dass nach etwa 25 bis 30 Jahren erste Probleme an den Konstruktionsteilen auftreten. Doch möglicherweise kommt es schon früher zu einer weiteren Sanierung: Denn auf der Limesbrücke seien punktuell kleine Fahrbahnschäden erkennbar. „Diese stellen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine Verkehrsgefährdung für die Verkehrsteilnehmer dar“, beruhigt Hessen Mobil. 

Für eine mögliche Sanierung erfolgten derzeit bereits entsprechende Untersuchungen. Diese bildeten die Grundlage für ein mögliches Sanierungskonzept. Die abschließende Entscheidung über das weitere Vorgehen bleibe jedoch dem Main-Kinzig-Kreis vorbehalten. Demzufolge könne zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage über mögliche Verkehrsbeschränkungen getroffen werden.



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