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Kaminsky und Engel gedenken Dieter Stegmann

Hanau

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    Hanau gedenkt Dieter Stegmann. Foto: Privat

Hanau. „Dieter Stegmann hat Spuren hinterlassen – in unserer Stadt und in unseren Herzen. Sein endgültiger Abschied von der Bühne des Lebens hinterlässt eine Lücke, die uns immer an ihn erinnern wird.“

Artikel vom 21. November 2019 - 13:58

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Mit großer Betroffenheit haben Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck die Nachricht vom Tode Dieter Stegmanns aufgenommen, der Anfang der Woche im Alter von 77 Jahren in seiner Heimatstadt Büdingen verstorben ist. 

Mehr als 15 Jahre lang sei Stegmann Gesicht und Motor der Brüder-Grimm-Märchenfestspiele gewesen. „Sein Einsatz und persönliches Engagement haben das Fundament dafür gelegt, dass die Open-Air-Reihe zu einer weit über die Stadtgrenzen hinaus wirkenden Kulturveranstaltung geworden ist“, würdigt der OB in seinem persönlichen Kondolenzschreiben an die Ehefrau Ulla Röhrs, die langjährige Maskenbildnerin der Festspiele, die besondere Bedeutung Stegmanns für die Hanauer Kulturlandschaft.

Stegmann kam nach 1985 Hanau

Dabei erinnert der OB auch an die konstruktiv-kritische, manchmal auch streitbare Haltung des früheren Intendanten bei allem, was ihm am Herzen lag. Diese sei immer mit großer Liebenswürdigkeit gepaart gewesen, was ihn zu einem ganz besonderen Menschen gemacht habe.

Als der am 6. Dezember 1942 geborene Stegmann 1985 nach Hanau kam, habe er seinen persönlichen Freund und damaligen Festspielleiter Henrik Helge als Bühnenbildner dabei unterstützt, den 200. Geburtstag von Jacob und Wilhelm Grimm mit der neu aus der Taufe gehobenen Freilichttheater-Reihe zu würdigen. Zu den insgesamt 18 Vorstellungen kamen damals 8500 Menschen in den Schlosspark.

Er dramatisierte 31 Märchen

Stegmanns Jahre als Intendant von 1992 bis 2006 seien gekennzeichnet gewesen durch die schrittweise Ausweitung des Spielplans, wachsende Professionalisierung, der Umzug ins Amphitheater und letztlich auch der Anstieg der jährlichen Besucherzahlen von 26 000 auf 82 000.

In seinen Stücken – er selbst dramatisierte 31 Märchen der Kinder- und Hausmärchensammlung der Brüder Grimm und inszenierte 38 Produktionen – sei ihm wichtig gewesen, das Erbe der Grimmschen Hausmärchen nicht nur zu dramatisieren, sondern auch zu aktualisieren. 

Engel spricht von der Trauer in der Theaterwelt

Seine besondere Verbundenheit mit Hanau habe Stegmann nach seinem Abschied unter anderem bewiesen, als er für die Turngemeinde Hanau (TGH) das Stück „Die Freiheitskämpfer von Hanau“ schrieb, das ihn auch als Regisseur wieder ins Amphitheater brachte. Dort habe sich der routinierte Theatermann dem Hanauer Publikum von einer ganz neuen Seite gezeigt. 

„Die Nachricht von seinem Tod hat große Trauer und Bestürzung in der Fangemeinde der Festspiele ebenso wie bei den Weggenossen der Theaterwelt ausgelöst,“ zeigt sich auch der aktuelle Intendant Frank-Lorenz Engel betroffen von der traurigen Nachricht. Er habe Stegmann in dessen aktiver Zeit zwar nicht erleben können, aber „sein Pioniergeist und Begeisterung wirken in den Köpfen und Herzen der Menschen bis heute nach.“ ju



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