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Busfahrer blockieren ihre Kollegen - Es kommt zum Polizeieinsatz

Hanau

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    An den Ausgängen des HSB-Depots haben sich streikende Busfahrer ihren arbeitenden Kollegen in den Weg gestellt. Foto: Reinhard Paul

Hanau. Der als unbefristet angekündigte Streik der Busfahrer wirkt sich auch am Mittwoch auf den Hanauer Stadtbusverkehr aus. Der Großteil der Busfahrer der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) hatte bereits am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt und den Betriebshof in der Daimlerstraße bestreikt.

Artikel vom 19. November 2019 - 17:18

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Laut einer Pressesprecherin der Stadt sei es am Dienstag jedoch gelungen, auf den Hauptverkehrslinien (2,4,5,6 und 10) den sogenannten „Notverkehr“ aufrechtzuerhalten. Die Busse fuhren den ganzen Tag über, jedoch nur bis 19 Uhr und zu unregelmäßigen Zeiten.

Streikende stellen sich ihren Kollegen in den Weg

Gegen acht Uhr morgens hatten sich streikende Busfahrer ihren arbeitenden Kollegen in den Weg gestellt, um sie daran zu hindern, den eingeschränkten Betrieb aufrechtzuerhalten. Sie stellten sich vor die Busse sowie an die Ausgänge des HSB-Depots. Ein Polizeieinsatz war nötig, damit die Streikenden ihren Kollegen aus dem Weg gingen. Ein klärendes Gespräch habe laut Pressesprecherin ausgereicht, damit die Busse vom Betriebsgelände fahren konnten. 

Obwohl die Mitarbeiter der HSB nicht von den Tarifverhandlungen der Gewerschaft Verdi mit dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) betroffen sind, hatten sich zahlreiche Arbeitnehmer dazu entschieden, in einen Solidaritätsstreik zu treten. Die HSB, sowie die Hanauer Fahrergesellschaft (HFG) wiesen mit Aushängen auf dem Betriebsgelände ausdrücklich darauf hin, dass die Streikenden mit Lohneinbußen zu rechnen haben: „Der Vollständigkeit halber sei nochmal darauf hingewiesen, dass die HSB den Tarifvertrag Nahverkehr anwendet und die HFG einen Haustarifvertrag besitzt. Über beide wird aktuell nicht verhandelt“, hieß es dort. Und weiter: „Alle Streikenden erhalten für die gesamte Streikdauer keinen Lohn.“ Zudem wurde ihnen untersagt, sich auf dem Betriebsgelände aufzuhalten sowie die Gebäude zu betreten.

Notfahrplan auch am Mittwoch

Auch am Mittwoch versucht die HSB einen Ersatzfahrplan auf den stark frequentierten Linen bis circa 19 Uhr einzuhalten. Dieser werde jedoch nicht im Detail bekannt gegeben, da nicht garantiert werden könne, dass sich die Fahrer daran halten. Je nachdem, wie viele Fahrer zur Verfügung stünden, würde auf den Linien 2,4,5,6 und 10 nach Möglichkeit ein stark eingeschränkter Busverkehr stattfinden. Vom Streik betroffen sind vor allem der Schülerverkehr sowie die Linien 1, 3, 7, 9, 11 und 12, hier könne nicht für Ersatz gesorgt werden. 

Wer Genaueres erfahren will, erreicht die HSB unter der Telefonnummer 0 61 81/30 08 80. Weitere Informationen gibt es im Internet unter hsb.de oder rmv.dejj

 



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