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Schlossplatz: Entwicklungsvertrag abgeschlossen

Hanau

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    Hier sollen ab Herbst 2020 die Bagger rollen: Baugesellschaft und Terramag gestalten das Areal am Schlossplatz neu.             Archivfoto: Christian Dauber

Hanau. Die viel diskutierte Neugestaltung von Kanzleigebäude und Schlossplatz ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Nach dem Ja der Stadtverordnetenversammlung zur Umsetzung des Konzepts von Terramag und Baugesellschaft Hanau hat die Stadt mit der Bietergemeinschaft einen Kauf- und Erbbaurechtsvertrages abgeschlossen.

Artikel vom 19. November 2019 - 11:51

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Darüber informiert Terramag in einer Mitteilung. Die Geschäftsführer Thomas Müller (Terramag GmbH) und Jens Gottwald (Baugesellschaft Hanau) unterzeichneten das Vertragswerk kürzlich gemeinsam mit Manfred Gutberlet (Leiter Fachbereiche Grundstücke und Logistik der Stadt Hanau).

Hanaus Wohnzimmer bekommt neues Gesicht

Das Papier stelle die Grundlage einer anspruchsvollen Quartiersentwicklung an historischer Stelle dar. „Somit wurde auch der letzte Mosaikstein zum Abschluss des Innenstadtumbaus innerhalb des Wettbewerblichen Dialogs (Wedi) erreicht und 'Hanaus Wohnzimmer' bekommt mit dem Schlossplatz, dem Fronhof und dem denkmalgeschützten Kanzleigebäude ein neues Gesicht“, schreibt Terramag.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich laut Mitteilung die Entscheidung über den Quartiersumbau vis-à-vis von Altstadt und CPH nicht leicht gemacht und die Auswahl auf Basis einer anspruchsvollen Konzeptvergabe in die Wege geleitet, in der sich „nach breiter öffentlicher und politischer Debatte“ die Bietergemeinschaft Terramag und Baugesellschaft Hanau mit einem urbanen Konzept aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Gastronomie durchgesetzt hatte.

Tanzschule Berné zieht in den Neubau

Herzstück des Konzeptes ist der geplante Umzug der Hanauer Traditions-Tanzschule Berne in den geplanten Neubau, der anstelle des „Haus des Handwerks“ errichtet und zukünftig gemeinsam mit dem sanierten Kanzleigebäude den Fronhof zu einem echten Innenhof umschließen wird. 

Auch zukünftig sollen laut Mitteilung in dem dann neu gestalteten Fronhof Festivitäten, wie etwa das jährliche Lamboyfest, ihren Platz finden, während außerhalb der Festzeiten junge und ältere Besucher der Tanzschule das gastronomische Angebot der Altstadt nutzen können. Für Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist diese Nutzung laut Mitteilung geradezu idealtypisch für ein urbanes Quartier inmitten einer historischen Altstadt und stellt für die Stadt einen großen Gewinn dar.

Events im Erdgeschoss

Die Terramag GmbH plant, ihren derzeitigen Stammsitz von der Westbahnhofstraße in das Kanzleigebäude am Schlossplatz zu verlegen. Während für die Obergeschosse dann Büronutzungen geplant sind, sollen im Erdgeschoss eventorientierte Räumlichkeiten für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten von Hanauer Vereinen und nicht zuletzt für die Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt (IGHA) geboten werden.

„Wir sind uns der Verantwortung für einen sensiblen Umbau und eine transparente Nutzung des ehemaligen Kanzleigebäudes bewusst und sehen im Einklang wirtschaftlicher und öffentlicher Interessen an dieser Stelle ausdrücklich kein Problem.“, macht Terramag-Geschäftsführer Thomas Müller laut Mitteilung seine Haltung hierzu deutlich. „Aber auch ein Denkmal braucht eine wirtschaftlich tragfähige Nutzung und hätte sicherlich keine Zukunft, nur als Kulisse vergangener Zeiten zu dienen“. 

Baugesellschaft traut sich Neubau zu

Während Terramag sich maßgeblich um das denkmalgeschützte Kanzleigebäude bemühen werde, obliege der Baugesellschaft der Part für den Neubau anstelle des heutigen „Haus des Handwerks“. Für Jens Gottwald, Geschäftsführer der Baugesellschaft Hanau eine Herausforderung, die ihm allerdings nur wenig Angstschweiß auf die Stirn treibe: „Wir sind mit den Anforderungen und Besonderheiten, die ein Neubau in historischem Umfeld verlangt, bestens vertraut.“ so Gottwald, der auf zahlreiche ähnlich anspruchsvolle Innenstadtprojekte wie das „Haus des Jugendrechtes“ und den Neubau an der Niederländisch-Wallonischen Kirche als Referenzen verweisen kann.

Dennoch bleibe der Schlossplatz auch für die Baugesellschaft eine besondere Herausforderung, sollen doch in dem Neubau nicht nur stadtgestalterische Ansprüche verwirklicht, sondern auch Nutzungen wie Tanzschule, Gastronomie und Wohnen unter einem Dach zusammengeführt werden. Gemeinsam mit der Stadt werde die Baugesellschaft jetzt auch noch einmal im Detail prüfen, inwieweit sich ein Hotelkonzept in die bestehende Gesamtplanung sinnvoll integrieren lässt.

Jetzt sind die Planer gefragt

Mit Abschluss des Vertrags haben nunmehr zunächst die Planer das Wort, wobei das Team aus Baugesellschaft Hanau und Terramag GmbH durch den namhaften Frankfurter Architekten Stefan Forster komplettiert wird, der seine Fähigkeiten bereits beim Neubau an der Niederländisch Wallonischen Kirche unter Beweis stellen durfte. 
Wenn es nach den Plänen der Beteiligten geht, soll spätestens im Herbst 2020 mit den Baumaßnahmen begonnen werden. „Die Hanauer Bürgerinnen und Bürger dürfen auf jeden Fall sehr gespannt auf den Umbau und
die Sanierung ihrer 'Gudd Stubb' sein“, heißt es abschließend in der Mitteilung von Terramag. cd



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