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Wilhelmsbad feiert Martinsmarkt

Hanau

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    Weckmänner dürfen beim Martinsfest natürlich nicht fehlen. Foto: Reinhard Paul

Hanau. Kalt und sonnig: Perfekte Voraussetzungen bot das Wetter am Samstagnachmittag zum Start des zweitägigen Martinsmarktes in Wilhelmsbad. Das dachte sich auch Familie Noll, die mit ihren zwei Kindern an den Ständen des Martinsmarktes entlangschlenderte. 

Artikel vom 11. November 2019 - 11:06

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Von Monica Bielesch

Sie kamen sogar aus Karben nach Hanau, weil ihnen das Ambiente des Festes mit Park und Schloss so gut gefällt „Wir sind seit 14 Uhr da und Karussell sind wir auch schon gefahren“, erzählt Sabine Noll am Crepèstand. Um 14 Uhr hatte das Fest begonnen und sofort strömten viele Besucher auf die Kurpromenade am Schloss Wilhelmsbad, einige Aussteller hatten da ihre Hütten noch gar nicht fertig aufgebaut.

Weckmänner der Renner

Bäcker Thorsten Phillipi aus Nidderau beeilte sich die letzten Bleche leckeren Kuchen auszuladen. Traditionell bietet er an seinem Stand Kaffee, Kuchen und Weckmänner an. Und auch die Metzgerei Barget hatte kaum ihren Stand geöffnet, da standen die Besucher schon Schlange für die warme Fleischwurst im Brötchen und Pfefferbeisser.

Familien mit Kindern, Großeltern mit ihren Enkeln und Spaziergänger flanierten über die Kurpromenade, erfreuten sich an den rund 30 Kunsthandwerks-Ständen und den kulinarischen Angeboten. Die Besucher fanden allerlei, was sich als Geschenk fürs bevorstehende Weihnachtsfest eignet: Holzschnitzerei, Glasgravuren, Keramik, Destilliertes, Kerzen, handgemachte Seifen und Kulinarisches wie Pralinen und hausgemachte Marmeladen. Aber auch schlichte Freuden wie Gummibärchen gibt es auf dem Martinsmarkt. Ein Vater probierte sich mit seinem Sohn durch das umfangreiche Gummibärchen-Angebot bevor feststand: „Wir nehmen die Weihnachtsmänner in Tüten."

Karussell fährt zum letzten Mal in diesem Jahr

Auch das historische Karussell hatte letztmals in diesem Jahr geöffnet und viele nutzten die Gelegenheit diese gemächliche Art und Weise der Zerstreuung kennenzulernen. An beiden Tagen bot die Hessische Schlösserverwaltung Führungen in der Burgruine an. 

Bei Einbruch der Dunkelheit versammelten sich an beiden Tagen auch wieder hunderte von Kindern mit ihren Laternen und zogen singend durch den Park, mit Sankt Martin an der Spitze – natürlich hoch zu Roß. Das ist immer der Höhepunkt des Festes, dass nunmehr zum elften Mal vom Förderverein Historisches Karussell veranstaltet.

Der Verein hat vor drei Jahren sein Ziel erreicht, das historische Karussell aus dem Jahre 1779/1780 wieder zum fahren zu bringen. Aber nun will der Verein mit dem Erlös aus Festen wie an Sankt Martin und anderen Veranstaltungen nicht nur den Betrieb des Karussells ermöglichen, sondern weitere Projekte rund um den Park finanziell unterstützen.



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