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Sixx Paxx im CPH: Durchgehender Kreischalarm

Hanau

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    Anfassen war ausdrücklich erlaubt: Immer wieder holten die durchtrainierten Tänzer bei ihren Stripeinlagen auch Zuschauerinnen auf die Bühne. Sänger Marc Terenzi (links) heizte als "Special Guest" den Saal mit rockigen Songs ein. Fotos: Andrea Pauly

Hanau. „Vergesst heute Abend eure Männer und eure guten Manieren. Denn alles was jetzt gleich passiert, bleibt auch hier. Und wenn unsere Jungs zu euch kommen, benutzt eure hübschen Fingerchen. Das Anfassen ist ausdrücklich erlaubt.“ Die Ansage von Moderator David Farrell erntete von den anwesenden Damen euphorisches Klatschen

Artikel vom 08. November 2019 - 10:53

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Von Andrea Pauly

Mit ihren perfekt inszenierten Tanzchoreografien inklusive überzogener Macho-Gesten, simulierten erotischen Szenerien und ein bisschen Romantik waren die Männerstripgruppe Sixx Paxx und Sänger Marc Terenzi zum zweiten Mal hier zu Gast und lösten wieder fast durchgehenden Kreischalarm aus. 

So pfiff, kreischte und johlte schon während des Countdowns der ganze Saal voller Frauen, die zum Teil regelrecht in Ekstase gerieten. Grund dafür waren die optisch hinreißenden „ganzen Kerle“ von Sixx Paxx, Tänzer à la „Magic Mike“, die die Frauenherzen höher schlagen ließen, Sixpacks wohin das Auge sah, Muskeln, die rhythmisch zur Musik zuckten und viel nackte Haut. 

Deutsche Antwort auf die Chippendales

Zu erleben bekamen die Damen aber nicht nur gestählte Männerkörper, sondern auch einen coolen Soundtrack mit fetten Beats, Choreografien von Break- über Countrydance bis zu orientalischen Tanzeinlagen, sinnliche Duschszenarien und beeindruckende Artistik. Die Strip-Art-Dancer von Sixx Paxx, die seit rund fünf Jahren die holde Weiblichkeit landauf, landab begeistern, sind die deutsche Antwort auf die Chippendales und stehen ihren amerikanischen Kollegen in Sachen Sexappeal in nichts nach. 

Die „Ladys“ hatten sichtlich Spaß an den fallenden Hüllen und den Gesangsauftritten von Marc Terenzi, der im Vergleich zum letzten Jahr an Gewicht verloren und an Muskeln zugelegt hatte. Auch seine Beinschiene, die er seit einem Sturz aus seinem Wohnwagen im September trägt, bei dem er sich einen Sehnenriss zuzog, hinderte ihn nicht daran, von einer hohen Empore wie ein gelernter Feuerwehrmann an der Stange herunterzurutschen. 

Es bleibt nicht beim Zuschauen...

Für das erstaunlich altersgemischte Publikum blieb es nicht allein beim Zuschauen: Immer wieder bewegten sich die Herren durch die Halle, wobei nicht nur Anfassen, sondern auch Umarmungen, Selfies und Küsschen erwünscht waren. Dabei holten sie einzelne Zuschauerinnen auf die Bühne, um mit ihnen ihre erotischen Spielchen zu treiben. Ob im Outfit von amerikanischen Cops, Cowboys, im Smoking oder als orientalische Ali Babas – jede Nummer lief natürlich darauf hinaus, dass die Hüllen fielen und die Menge tobte. Einzig das „gute Stück“ wurde wahlweise mit verschiedenen Requisiten oder auch nur mit der Hand bedeckt. 

Für viele war der Abend ein ausgelassener aber keineswegs völlig enthemmter Ausflug aus der Realität in die Fantasie. Auch wenn die rhetorische Frage von Moderator Farrell – „Wollt ihr noch mehr nackte Ärsche sehen?“ – immer mit einem entzückten Unisono-Kreischen quittiert wurde. 



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