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Hanauer Schwimmbäder bleiben monatelang geschlossen

Hanau

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    Geschlossen wegen Renovierung: im Lindenaubad und im Heinrich-Fischer-Bad stehen in den kommenden Jahren umfassende Arbeiten an. Fotos: Gärtner

Hanau. Die Besucher der Hanauer Schwimmbäder müssen sich ab Herbst kommenden Jahres auf weitreichende Einschränkungen einstellen. Sowohl das Heinrich-Fischer-Bad an der Eugen-Kaiser-Straße als auch das Lindenaubad in Großauheim müssen für rund zwölf Millionen Euro saniert werden.

Artikel vom 31. Oktober 2019 - 16:41

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Das verkündete die Stadt Hanau am Mittwochmittag per Pressemitteilung. Im Lindenaubad ist von November 2020 bis April 2022 eine Generalsanierung der Schwimmhalle notwendig, zudem werden Foyer, Bistro und Umkleideräume erneuert. Die Bauarbeiten haben zur Folge, dass auch das Freibad in Großauheim 2021 geschlossen bleiben muss. Im Heinrich-Fischer-Bad steht 2023 bis 2024, bei späterer Fördermittelvergabe erst 2024 bis 2025 eine Modernisierung des Freibads auf dem Programm.

Insgesamt werden zwölf Millionen Euro investiert

Der Aufsichtsrat der Hanau Bäder GmbH hat laut Mitteilung eine Gesamtinvestition von rund zwölf Millionen Euro nach derzeitigem Planungsstand gebilligt. „Wir müssen unsere Bäder fit für die Zukunft machen, damit sie weiter der Daseinsvorsorge sowie dem Schul- und Vereinssport dienen und dem Konkurrenzdruck Stand halten können“, wird Hanaus Bürgermeister Axel Weiss-Thiel, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Bädergesellschaft, in der Mitteilung zitiert. Er fügt hinzu: „Nur mit attraktiven Bädern können wir die auf längere Sicht rückläufigen Besucherzahlen umkehren und den Zuschussbedarf für die Bäder stabil halten.“

Ein Blick in den Technikkeller des Lindenaubads offenbart laut Mitteilung auf den ersten Blick das Dilemma: Zusätzliche Stützen sind aus statischen Gründen nötig geworden. Der Auflagerpunkt des Beckenumgangs auf die Beckenwände ist geschädigt, der Beckenumgang an vielen Stellen wegen des undichten Beckenkopfes feucht. Eisenarmierungen liegen teils offen und rosten. „Hier herrscht dringender Handlungsbedarf“, betont Uwe Weier, Geschäftsführer der Hanau Bäder GmbH.

Kein Freibadbetrieb während der Sanierung

Wie die Stadt in der Mitteilung weiter ausführt, ist ein neuer Beckenaufbau erforderlich. Das bringt mit sich, dass zweieinhalb Meter um das Sportbecken herum gebaut werden muss. Alle Rohrleitungen und Pumpen sind in diesem Bereich zurückzubauen. Das bedeutet, dass technische Verbindungen zu den Becken außerhalb der Schwimmhalle gekappt werden müssen, sodass während der Sanierung kein Freibadbetrieb möglich ist. 2020 sind Sport- und Nichtschwimmerbecken draußen letztmals am 13. September nutzbar, wenn der Hundebadetag die Freibadsaison abschließt. 2021 findet infolge der Sanierung des Lindenaubads kein Hundebadetag statt.

„Vereine, Schulen und Kursanbieter sind über unsere Pläne bereits informiert, die möglichen Alternativen haben wir ihnen aufgezeigt“, erläutert Bäder-Geschäftsführer Weier laut Mitteilung. Das Heinrich-Fischer-Bad steht dafür zur Verfügung, entsprechende Belegungspläne sind in Abstimmung mit Schulen und Vereinen bereits in Arbeit. Der Schul-Schwimmunterricht ist im Lindenaubad bis zum Beginn der Sommerferien am 3. Juli 2020 gesichert.

Heinrich-Fischer-Bad wird zwei Jahre lang zur Baustelle

Für die Sanierung des Lindenaubads erwartet die Hanau Bäder GmbH ebenso Landesförderung wie für die Modernisierung des Heinrich-Fischer-Freibads. Das gilt auch für die energiesparende LED-Deckenbeleuchtung, die im August 2020 im Heinrich-Fischer-Hallenbad eingebaut wird; im Inneren des Lindenaubads ist das bereits geschehen. Wenn die Sanierung des Lindenaubads im Innenbereich 2022 beendet ist, sollen anschließend die rund zweijährigen Bauarbeiten im Heinrich-Fischer-Freibad beginnen. „Das könnte sich um ein Jahr verschieben, das hängt von der Förderbewilligung ab“, erläutert Weier. 

Im Heinrich-Fischer-Bad ist die Sanierung aller Freibadbecken inklusive Haustechnik notwendig. Im Technikkeller sollen die veralteten Rohrleitungen betriebs- und wartungsfreundlicher als bisher angeordnet werden.  Etwa ein Drittel des Sportbeckens draußen soll zu einer familienfreundlichen Erlebnislandschaft mit Breitrutsche am nördlichen Beckenrand werden. Dafür entfällt die stark in die Jahre gekommene lange Rutsche ins Wellnessbecken, das wiederum eine Strandzone mit niedrigem Wasserstand erhalten soll. Für das Kinderbecken sind mehrere Spielgeräte sowie eine Kleinkind-Rutsche vorgesehen. Im Nordosten entsteht zudem ein neuer interaktiver Wasserspielplatz. Das denkmalgeschützte Sprungbecken bleibt erhalten.

Hohe Investitionen bereits vor wenigen Jahren

„Dieser Zuschnitt der Becken hilft uns, Betriebskosten zu sparen, und lässt auf stärkeren Zuspruch der Badegäste hoffen“, meint Bäder-Geschäftsführer Weier. „Auf Dauer gehen wir mit attraktiveren Bädern von einer positiven Ergebnis- und Besucherentwicklung aus“, bekräftigt Bürgermeister Weiss-Thiel. Hallen- und Freibad des Heinrich-Fischer-Bades waren zuletzt 2009 für mehrere Millionen Euro komplett saniert worden. Auch ins Lindenaubad hat die Stadt in den vergangenen Jahren viel Geld investiert. 2010 wurde das Dach für 700 000 Euro instandgesetzt. 



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