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Nach Herzstillstand wiederbelebt: Lebensretterinnen geehrt

Hanau

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    Ehrung der Lebensretterinnen: Landrat Thorsten Stolz mit Lisa Hommel, Mona Allmeritter und Saskia Drießlein sowie Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Silvio Franke-Kißner, Leiter des Amtes für Sicherheit (von links). Foto: PM

Hanau. Diese Situation erforderte schnelles und umsichtiges Handeln: Ein Besucher der Kfz-Zulassungsbehörde des Main-Kinzig-Kreises in Hanau bricht im Wartebereich zusammen: Herzstillstand.

Artikel vom 29. Oktober 2019 - 09:29

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Schnell bemerkt Martina Löffler, Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes, dass mit dem Mann etwas nicht stimmt und er große gesundheitliche Probleme hat. Sie verständigt die Mitarbeiterinnen der Zulassungsbehörde und ihren Kollegen Milenko Filipic. Dann geht alles ganz schnell. Mona Allmeritter eilt zu dem Bewusstlosen und beginnt umgehend mit der Herzdruckmassage und künstlicher Beatmung, Saskia Drießlein verständigt den Rettungsdienst. Lisa Hommel kümmert sich darum, dass der Wartebereich geräumt wird. Der Mann überlebt.

Mann hätte ohne Hilfe nicht überlebt

Für ihren vorbildlichen Einsatz wurden diese Lebensretter nun von Landrat Thorsten Stolz im Beisein von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky öffentlich belobigt. Es ist das erste Mal für den Landrat, dass er diese Form der staatlichen Anerkennung für eine Rettungstat aussprechen darf. „Ohne Ihre schnelle Hilfe hätte dieser Mensch wohl nicht überlebt, das haben uns Ärzte und Rettungsdienst erklärt“, sagte der Landrat.

Er sei sehr dankbar, solche beherzten und couragierten Mitarbeiter zu haben, ihnen gebühre großer Respekt. Stolz überreichte stellvertretend für das gesamte Team Urkunden des Landes Hessen an Mona Allmeritter, Lisa Hommel und Saskia Drießlein. 

Nach Koma und Reha: Patient geht es besser

Stolz und Kaminsky zeigten sich beeindruckt vom schnellen und professionellen Handeln der Beteiligten. Diese agierten gerade so, als hätten sie den Ablauf vorher geübt. Der medizinische Notfall ereignete sich am 19. September, der Patient verbrachte nach der anstrengenden Herzdruckmassage zwei Wochen im Koma, später schloss sich eine Reha-Behandlung an. „Sie sind Vorbilder für andere“, sagte Kaminsky zu den drei Frauen. 

Bei seinen Lebensrettern hat sich der Mann mittlerweile persönlich bedankt. Ihm fehlen die Erinnerungen an jene 45 Minuten, in denen Fremde um sein Leben kämpften. Umso dankbarer ist er für dieses Geschenk. Aber auch bei den Lebensrettern hat der hochemotionale Einsatz einen tiefen Eindruck hinterlassen. „Es war leichter, es zu verarbeiten, weil wir wussten, dass der Mann es geschafft hat und es ihm heute wieder gut geht“, sagte Lisa Hommel. 

Auch Ungeübte können Leben retten

Der Notfall, der sich im voll besetzten Wartebereich der Zulassungsbehörde ereignet hat, zeige einerseits, dass jeder einmal in die Lage kommen kann, auf Hilfe anderer angewiesen zu sein. Aber auch, dass es selbst Ungeübten gelingen kann, Leben zu retten. „Wichtig ist, sofort damit zu beginnen“, machte Landrat Stolz deutlich. kb



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