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Startschuss für die achte Auflage des Lesefestes in 2020

Hanau

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    Hanau sucht im Rahmen des Lesefests wieder ein Buch. Symbolfoto: marisa sias/pixabay

Hanau. „Emmas Glück“, „Gut gegen Nordwind“, „Angerichtet“ oder auch „Glückskind“ – die Bücher haben alle eines gemeinsam: Sie standen im Mittelpunkt der Aktion „Hanau liest ein Buch“.

Artikel vom 15. Oktober 2019 - 11:52

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Bisher sieben Mal haben Vorleser auf so unterschiedlichen Plätzen wie dem Sprungturm im Heinrich-Fischer-Bad, im Bus der Hanauer Straßenbahn, vor dem Brüder-Grimm-Denkmal oder im Fronhof hinter dem historischen Kanzleigebäude den ausgewählten Titel vor Publikum präsentiert.

Im nächsten Jahr ist es wieder soweit: Die Stadtbibliothek wird vom 17. bis 25. September zum achten Mal das große Lesefest organisieren. Wichtigste Frage auf dem Weg dorthin ist jetzt: Welches Buch wird im Mittelpunkt stehen? Vorschläge nimmt die Stadtbibliothek ab sofort unter stadtbibliothek@hanau.de entgegen.

„Gesucht wird ein Roman aus der Feder einer deutschsprachigen Autorin oder eines Autors mit einem diskussionswürdigen Thema, der viele unterschiedliche Menschen begeistern kann“, erläutert Oberbürgermeister Claus Kaminsky als Schirmherr der Aktion die Kriterien, nach denen die Auswahl getroffen wird.

Gut geschrieben und unterhaltsam

„Das Buch soll gut geschrieben und unterhaltsam zu lesen sein, damit möglichst viele Menschen angesprochen werden.“ Krimis, Fantasy-, Mystery, Science-Fiction oder historischer Roman eigneten sich daher nicht so gut, da sie nicht für alle Leserschichten geeignet seien. Die Leiterin des Kulturforums, Beate Schwartz-Simon, ergänzt, dass es wünschenswert sei, wenn das Buch mehrere Generationen anspreche. Sie hofft nach eigenen Worten auf eine ähnlich gute Resonanz wie beim letzten Mal, als unter allen Einsendungen der Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ von Susann Pásztor ausgewählt wurde.

Vorschläge können bis zum 16. November entweder in der Stadtbibliothek an der Pinnwand am Blauen Kabinett platziert werden oder per Email an stadtbibliothek@hanau.de gesandt oder auf kulturforum.de online eingegeben werden. „Die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek nehmen Buchtipps aber natürlich auch gern persönlich entgegen“, ermuntert Schwartz-Simon alle Bücherfreunde, ihren eigenen Favoriten vorzuschlagen. Die endgültige Entscheidung wird von einem Gremium getroffen, dem neben der Stadtbibliothek auch der Buchladen am Freiheitsplatz und die Buchhandlung „Bücher bei Dausien“ angehören.

Früh in Planung einbeziehen

„2020 möchten wir die Leserinnen und Leser sowie Institutionen und Schulen möglichst früh in die Planung einbeziehen“, erläutert die Leiterin des Kulturforums. „Das ausgewählte Buch sollte deshalb schon im November feststehen, sodass mehr Zeit für die Entwicklung kreativer Ideen rund um das Vorlesen bleibt.“

Die Brüder-Grimm-Stadt gehört mit der seit 17 Jahren laufenden Leseaktion bereits zu den Veteranen unter den Städten, die diese Aktion ausrichten. Dabei ist es eine Hanauer Besonderheit, dass ausschließlich Bürger vorlesen.

Alle teilnehmenden Städte achten darauf, dass das Thema generationenübergreifend und werthaltig ist, um möglichst viele Menschen anzusprechen. Dabei kommt es auch zu Parallelen: 2016 las Regensburg den Roman „Glückskind“ von Steven Uhly und damit den Roman, der in Hanau bereits 2013 im Mittelpunkt der Aktion stand. 2011 hatten Hanau und Bad Hersfeld unabhängig voneinander den aktuellen Roman „Angerichtet“ von Herman Koch ausgewählt. kb



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