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Vortrag: Wasserstoff als Energieträger rückt in den Fokus

Hanau

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    Wasserstoff gerät als Energieträger immer mehr in den Fokus. Symbolfoto: Pixabay

Hanau. Was sich in den vergangenen Jahren auf diesem Gebiet „Wasserstoff als Energieträger" getan hat, beleuchtete die Vortragsreihe „Aspekte einer Wasserstoffgesellschaft“, zu der die Materialtechnologie-Initiative Materials Valley gemeinsam mit Evonik in den Industriepark Wolfgang eingeladen hatte

Artikel vom 09. Oktober 2019 - 14:03

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Wasserstoff wird für zahlreiche Industrieprozesse bereits in großen Mengen genutzt, diesem Stoff wird aber künftig besondere Bedeutung als Energieträger und speziell als Energiespeicher der erneuerbaren Energien zukommen. So wurden bereits Konsortien zur Schaffung der Transportinfrastruktur und bundesweiter Pipelines gegründet.

Auch sollen bundesweit 300 Wasserstofftankstellen bis 2023 eingerichtet werden. Im Gastvortag von Air Liquide berichtete Jörg Ott von den ökonomischen Randbedingungen und den logistischen Anforderungen für eine nachhaltige Wasserstoffgesellschaft. Der weitaus größte Teil des Wasserstoffs wird heute aus Erdgas gewonnen, er hat also fossilen Ursprung. 

CO2-Arme Wasserstoffherstellung

Der Vortrag von Jeong Dahee von der koreanischen Außenhandelsagentur Kotra ließ Einblicke auf die kommende Wasserstoff-Gesellschaft in Korea zu. Bis 2030 sollen in Süd-Korea 20 Prozent der Energieversorgung auf regenerative Energien umgestellt werden und bis 2040 dann 6,2 Millionen Wasserstoff-Fahrzeuge produziert worden sein; insgesamt ehrgeizige und zugleich doch realistische gewertete Ziele. Um Wasserstoff Kohlendioxidarm herzustellen, sollte er aus Wasser mit Strom aus erneuerbaren Energien – zum Beispiel durch Elektrolyse – produziert werden.

Gespannt verfolgten die mehr als 70 Gäste die weiteren Fachvorträge beispielsweise zu den Themen Elektrokatalysatoren oder die Bedeutung der Wasserelektrolyse.

Mehrere Facetten

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten Referenten und Teilnehmer gemeinsam die aktuellen Entwicklungen. Ihr Fazit: Die chemische Industrie in Europa habe Wasserstoff als Energieträger mit seinen vielfältigen Facetten bereits auf der Agenda, während die öffentliche Diskussion und die öffentliche Hand die Vorteile einer Wasserstoff-Gesellschaft erst jetzt langsam anfängt zu verstehen – und dass sich bei der Elektromobilität Batterien und die Brennstoffzelle perfekt ergänzen, wie gerade in Asien aufgezeigt wird. rg



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