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Warnstreik: Busse in Hanau und der Region stehen still

Hanau

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    Die Fahrer der Hanauer Straßenbahn (HSB) unterstützen den Warnstreik. Foto: Holger Hackendahl
  • Auch in Hanau fahren heute keine Busse. Foto: HA
  • Am Freitag werden im Main-Kinzig-Kreis viele Busse nicht fahren. Archivfoto: HA

Main-Kinzig-Kreis. Die Gewerkschaft Verdi hat für den heutigen Freitag Streiks bei privaten Busunternehmen angekündigt. Davon betroffen ist auch die Regionalverkehr Main-Kinzig GmbH, die zwei Linienbündel im Main-Kinzig-Kreis bedient sowie die unter anderem die Städte Hanau, Maintal und Erlensee. 

Artikel vom 27. September 2019 - 11:15

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Die Hanauer Straßenbahn (HSB) vermochte das Ausmaß der Einschränkungen aufgrund des kurzfristigen Streikaufrufs für Hanau im Vorfeld nicht abzuschätzen. Wie sich heute jedoch herausstellte, fallen alle städtischen Buslinien (1 bis 12) bis Betriebsschluss aus. "Wir waren um einen Notdienst bemüht, konnten ihn aber so kurzfristig nicht mehr realisieren", sagte HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte auf Nachfrage. Es stünden hierfür keine Busfahrer zur Verfügung. Deshalb würden seit vier Uhr morgens bis Betriebsschluss keine Busse rausfahren.

Gleichzeitig betonte Schulte, dass die HSB nicht Teil der Tarifverhandlungen durch die Verdi sei und man einen eigen Tarifvertrag habe. "Es handelt sich um einen Unterstützungsstreik." 

Wer Freitagfrüh Genaueres erfahren will, erreicht die HSB unter der Telefonnummer 06181/300880. Informationen sind auch über das Internet unter www.hsb.dewww.rmv.de und www.kreiswerke-main-kinzig.de zu erhalten.

Konkret umfasst die Streikdauer 25 Stunden, beginnend in der Nacht zum 27. September um 02:30 Uhr. Fahrgäste der Regionalverkehr Main-Kinzig GmbH müssen sich auf Komplettausfälle an diesem Tag einstellen. Betroffen sind alle Buslinien der Regionalverkehr Main-Kinzig GmbH. Dies sind konkret die Stadtbuslinien Gelnhausen MKK-61 und -62 sowie die Linien MKK-63, -64, -65, -69, -71, 72, -73, -74, -75, -76, -80, -81, -82 und -83.

Am Freiheitsplatz sind heute keine HSB-Busse in Sicht. Foto: Holger Hackendahl

Grund für den Warnstreik sind die erfolglos abgebrochenen Lohnverhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und der Gewerkschaft ver.di. 

Laut Verdi sind von dem Warnstreik betroffen: Kassel, Fulda, Gießen, Hanau, Erlensee, Maintal, Frankfurt, Frankfurt-Griesheim, Oberursel, Bad Vilbel, Offenbach, Langen, Hofheim, Mainz, Darmstadt, Weiterstadt sowie der Landkreis Main-Kinzig.

Verdi hatte die Verhandlungen in dieser Woche in der dritten Runde abgebrochen, nachdem die Arbeitgeber, der Landesverband hessischer Omnibusunternehmer LHO weder auf die Lohnforderung eingegangen sind noch ein eigenes Angebot vorgelegt haben, lässt die Gewerkschaft in einer Mitteilung wissen. Sie fordert die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro. Der Grundurlaub soll auf 30 Tage innerhalb der geforderten Fünf-Tage-Woche erhöht werden (derzeit sind es 25 Tage). Verdi-Mitglieder sollen zwei zusätzliche Arbeitstage erhalten. lg

 



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