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Machbarkeitsstudie liegt vor - Radschnellweg rückt näher

Hanau

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    Der geplante Radschnellweg soll auf einer Strecke von 17 Kilometern von Hanau über Maintal bis nach Frankfurt führen. Symbolfoto: Pixbay

Hanau/Maintal/Frankfurt. Die Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg von Hanau über Maintal nach Frankfurt liegt vor. Diese war vom Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main sowie den Städten Maintal, Hanau und Frankfurt in Auftrag gegeben worden.

Artikel vom 23. September 2019 - 09:52

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Potenzial von 2000 Radlern pro Tag wird problemlos erreicht Positives Ergebnis der Machbarkeitsstudie: Radschnellweg zwischen Hanau, Maintal und Frankfurt rückt näher  Wie der Regionalverband gestern mitteilte, zeige die Studie auf, dass das erforderliche Potenzial eines Radschnellweges von 2000 Radlern pro Tag „problemlos erreicht wird“. Die Machbarkeitsstudie hat rund 62 000 Euro gekostet, die sich die Auftraggeber teilen. Mit einbezogen wurden dabei auch Bürger sowie Fachbehörden und verschiedene Interessenverbände. 

Im unmittelbaren Einzugsgebiet der Trasse leben mehr als 100 000 Einwohner, die von dem neuen Schnellweg profitieren könnten. Mit ihm sei es künftig möglich, von Hanau in gut 50 Minuten nach Frankfurt zu radeln. Das entspricht laut Regionalverband im Berufsverkehr in etwa der Fahrzeit eines Autos. Die Kosten der gesamten Verbindung FRM7 belaufen sich auf knapp 35 Millionen Euro und liegen mit zwei Millionen Euro pro Kilometer im Kostenrahmen vergleichbarer Projekte im Bundesgebiet.

Vorhandene Wege müssten nachgebessert werden

Die etwa 17 Kilometer lange Strecke führt vom Frankfurter Ostbahnhof durch den Ostpark und teilweise an diesem vorbei über die Orber Straße bis zur Hanauer Landstraße. Am Main entlang geht es bis zur Stadtgrenze nach Maintal und von dort durch die Grüne Mitte bis zum Bahnhof Maintal-Ost in Dörnigheim. Durch den Wald führend erreicht die Trasse die Hanauer Stadtgrenze und verläuft neben der Frankfurter Landstraße bis zur Otto-Hahn-Schule. Danach geht es entlang der Kleingartenanlage zur Kinzigaue. Über eine neu zu bauende Kinzigbrücke wird die Hanauer Innenstadt erreicht. Abschnittsweise zeigt die Studie auch noch Alternativrouten auf.

Die Trasse wird großenteils auf vorhandenen Wegen verlaufen, die nachgebessert werden müssen. Zudem sind nur wenige Bauwerke, wie Brücken und Unterführungen, notwendig. Fertiggestellt, würde der Radschnellweg auf über der Hälfte der Strecke als eigenständiger Radweg verlaufen. Auf dem Rest der Strecke wäre er hauptsächlich als Fahrradstraße ausgewiesen und nur zu einem geringen Teil als gemeinsamer Fuß- und Radweg angelegt.

Regionalverband wird Projekt koordinierend begleiten

Herausforderungen werden insbesondere die Abstimmungen mit den Fachbehörden zu den Eingriffen in Natur und Landschaft darstellen, die für den Bau notwendig sind. Zudem wird die Fertigstellung einzelner Abschnitte in Abhängigkeit zu den Bautätigkeiten an der Nordmainischen S-Bahn stehen. Die Vereinbarkeit von Rad- und landwirtschaftlichem Verkehr auf gemeinsam genutzten Abschnitten wird in den weiteren Planungen zu prüfen sein.

Die Realisierung des Radschnellweges wird der Regionalverband in koordinierender Funktion begleiten. Nächste Schritte sind die Klärung der Finanzierung sowie die Einholung von politischen Grundsatzbeschlüssen in den drei Kommunen. Der Radschnellweg könnte laut Regionalverband in fünf bis acht Jahren fertiggestellt sein.

Förderung von klimaschonenden Verkehrsarten

Erfreut über die Machbarkeitsstudie zeigte sich Hanaus Verkehrs- und Ordnungsdezernent Thomas Morlock. „Radschnellverbindungen sind ein zukunftsfähiges Mittel zur Verbesserung der Verkehrsverbindungen in der Rhein-Main-Region. Durch diesen Radschnellweg rücken Frankfurt, Maintal und Hanau auch für den Radfahrer in erreichbare Nähe“, ist Morlock überzeugt. Ähnlich positiv äußerte sich gestern auch Maintals Erster Stadtrat Ralf Sachtleber. „Wir wollen die klimaschonenden und umweltverträglichen Verkehrsarten konsequent fördern und begrüßen die Initiative des Regionalverbandes und des Landes Hessen zum Ausbau von  Radschnellverbindungen. Maintal wird einen der ersten Radschnellwege in Hessen erhalten“, blickt Sachtleber optimistisch in die Zukunft. leg



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