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Fridays for Future Alle Generationen bei der Klimademo vertreten

Hanau

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    Mit Megafon und großen Transparenten setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Foto: Patrick Scheiber

Hanau. Dass in Hanau und Umgebung so vielen Menschen das Klima am Herzen liegt, davon hätten im Vorfeld der gestrigen Fridays-for-Future-Demo, nicht einmal die Veranstalter geträumt. „Ich hätte nie gedacht, dass so viele kommen“, sagte Mara Landwehr, Hanauer Fridays-For-Future-Aktivistin, und zeigte sich völlig überwältigt.

Artikel vom 21. September 2019 - 12:10

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Von Kerstin Biehl

Bereits zur Kundgebung auf dem Platanenplatz waren Hunderte gekommen, mussten, weil es schlicht an Platz mangelte, in die Seitenstraßen ausweichen. Als sich der Demonstrationszug dann gegen 13.30 Uhr in Bewegung setzte, war die ganze Masse der Klimaschützer auszumachen. Der Zug durch die Innenstadt wollte gar nicht abreißen, immer mehr Menschen reihten sich ein.

„Hört der Amazonas auf zu brennen? Hören die Gletscher auf zu schmelzen? Hören die Kohlekraftwerke auf, die Luft zu verschmutzen? Wir sind meilenweit davon entfernt, unser Ziel zu erreichen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir weiter auf die Straße gehen“, stellte ein Sprecher der Bewegung durchs Megafon fest.

Gehör bei Jung und Alt

Seine Worte fanden Gehör bei Jung und Alt. Gekommen waren nicht nur Schüler, auch Eltern, Lehrer, Erwachsene und Senioren setzten gestern in Hanau ein starkes gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz.

Auch Grundschüler waren dabei, etwa eine dritte Klasse der Sophie-Scholl-Schule und zwei vierte Klassen der Wilhelm-Geibel-Schule. Phil Müller (zehn Jahre), war mit seiner kompletten Klasse gekommen: „Ich möchte, dass der Regenwald nie mehr brennt, dass es nicht mehr so viele Autos gibt und die Leute mehr Fahrrad fahren. Ich selbst laufe jeden Tag in die Schule“, erzählte er.

„Es geht für alle um alles“, brachte es Gabriele Lüdeke-Eisenberg auf den Punkt. Die pensionierte Lehrerin lobte die Aktion der jungen Generation. „So etwas muss man unterstützen.“

OB griff auch zum Mikro

Auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) ließ es sich nicht nehmen, zum Mikro zu greifen: „Es gibt zwei Themen in diesem Jahrhundert. Die Armut und der Klimawandel. Wenn die Menschheit diese beiden Themen nicht in den Griff bekommt, werden unsere Nachfahren diesen Planeten gegen Ende dieses Jahrhunderts nicht wiedererkennen.“ Jeder müsse seinen Beitrag leisten. Müsse Autofahrten, Fleischkonsum oder Flugreisen überdenken. Für die Politik sei das Handeln ein Muss.

Die Frage, ob die Klimademonstrationen zu etwas führen, beantwortete Aktivistin Mara Landwehr: „Ich glaube, wir rütteln die Menschen mit Fridays for Future wach. Weil so viele mitmachen. Weil es global ist. Wir setzen ein Zeichen, an das man sich lange erinnert.“



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