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Causa Förster: Rückendeckung für OB, Betroffenheit in Ungarn

Hanau

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    Stein des Anstoßes: Der Landesehrenbrief für den Republikaner Bert-Rüdiger Förster. (Symbolfoto)

Hanau. Prominente Rückendeckung hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky vom Steinheimer Journalisten Frank Lehmann erhalten. In Ungarn, wo Förster sich ehrenamtlich engagiert, kann man die Aufregung um den Landesehrenbrief derweil nicht verstehen.

Artikel vom 03. September 2019 - 19:05

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Wie der OB unserer Zeitung nach Rücksprache mit Lehmann mitteilt, hat dieser ihm geschrieben:

„Lieber Claus Kaminsky. Ich werde meine Bürgerplakette nicht zurückgeben. Ich bin inhaltlich voll auf Ihrer Seite, kenne Förster von vielen Veranstaltungen, weiß um sein soziales Engagement, habe bei den Begegnungen nie parteipolitische Absichten rausgehört (wäre da auch sehr verstimmt) und fordere wie in Wilhelm Tell: Landvogt bleibe hart. Die Kampagne läuft. Es ist nicht einfach. Ich kann Gegner auch verstehen, bin selbst aber anderer Auffassung und sehe den sozialengagierten Menschen Förster zuvorderst. Punkt.“

In Ungarn, wo Förster sich ehrenamtlich engagiert, kann man die Aufregung um den Landesehrenbrief nicht verstehen. Margit Panákné Miszlai schreibt:

„Im Namen von Herrn Lajos Pinter, Bürgermeister von Bakonyszombathely, im Kreis Komarom-Esztergom in Ungarn, der mit dem Main-Kinzig-Kreis freundschaftlich verbunden ist, teile ich Ihnen und Ihren Lesern unsere Betroffenheit mit, wie mit unserem noch einzig lebenden Ehrenbürger (seit 2002), Herrn Bert-Rüdiger Förster aus Hanau, von interessierten Kreisen umgegangen wird. Wir denken so, dass er den Ehrenbrief des Hessischen Ministerpräsidenten in jedem Falle verdient hat.

Diese Berichterstattung gegen seine Person verstehen wir überhaupt nicht. Herr Förster hat unsere Gemeinde seit 1996 unterstützt. Er hat uns viel geholfen. Er hat unsere Schule, unsere Fußballmanschaft und unseren Feuerwehrverein auch unterstützt. Es ist uns immer eine Ehre und Freude, ihn bei uns begrüßen zu können, wie zuletzt vom 18. bis 23. Juli 2019. Wir kennen ihn seit 22 Jahren, und wenn er die Möglichkeit hat, besucht er uns. Wir verstehen nicht, wie man in Deutschland mit der Meinungsfreiheit und unserem Ehrenbürger verfährt.“ 

Die E-Mail ist unterzeichnet von Bürgermeister Lajos Pintér, den Lehrern der Bakonyszombathelyer Schule, von Lehrerin Margo Panák und geschrieben im Namen von „vielen unserer Gemeinde, die Herrn Förster schätzen“. cd



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