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Schlossplatz-Umgestaltung: 3W Immobilien zur Magistratsempfehlung

Hanau

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    Investor 3W wollte am Schlossplatz ein Hotel realisieren. Doch daraus wird aller Voraussicht nach nichts.  Archivfoto: Christian Dauber

Hanau. In der Debatte um die Schlossplatzbebauung meldet sich auch der Investor 3W aus Wiesbaden zu Wort und gibt zu bedenken, dass bei der öffentlich geführten Diskussion des Vereins Stadtbild und der IGHA der Fokus auf die eigentliche Aufgabenstellung und die Bewertung der Ergebnisse verloren gehe.

Artikel vom 03. September 2019 - 14:21

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Ausgeschrieben gewesen sei ein Wettbewerb unterschiedlicher Konzepte, für das klar umrissene Grundstücksareal Schlossplatz/Fronhof – mit dem erklärten Ziel der Belebung der nördlichen Innenstadt im Bereich des Schlossplatzes. 

Aufgabe der Bieter sei gemäß Projektbeschreibung ‐ die Entwicklung eines „innovativen, funktional durchmischten Konzepts“ gewesen, das zur Belebung des Platzes mit Impulswirkung im Quartier führen solle. Dieses sollte die Nutzungen Kultur und Gastronomie bedienen und belebende Funktionen in der Erdgeschosszone anbieten. Weitere Nutzungen (Wohn‐ und Büroflächen) in den Obergeschossen können hinzugenommen, hieß es dort. 

Kein Unbekannter

„Auf dieser Basis haben wir sehr gerne an diesem Verfahren teilgenommen“, schreibt 3W. Die Bewertungskriterien und deren Gewichtung seien in der Ausschreibung klar definiert. Umsetzungssicherheit und Nachhaltigkeit der Konzepte seien entscheidende Bewertungskriterien, an denen sich die Bewerber messen lassen müssten.

Der Wiesbadener Investor erinnert daran, dass 3W Immobilien in Hanau kein Unbekannter ist. Mit den eingereichten Plänen und Vorstellungen im Vorfeld des ‚Wettbewerblichen Dialogs‘ ‐ habe man schon 2007 einen entscheidenden Anstoß zu dem Prozess gegeben und die Verantwortlichen in der Stadt immer als faire und aufgeschlossene Partner kennengelernt.

Auch beim Schlossplatz habe man – wie immer bei der Innenstadtentwicklung – den Blick auf die Gesamtstadt gerichtet. Der Neubau mit seinen Nutzungen Hotel und Wohnen habe dabei den gleichen Stellenwert wie das Kanzleigebäude mit Gastronomie im Erdgeschoss und innovativen, zeitgemäßen und multifunktional nutzbaren Büro‐ und Tagungsräumen in den Obergeschossen. 

„Hanau braucht ein ansprechendes Hotel, um der wachsenden Nutzung des Kongresscenters gerecht zu werden“, betont der Investor und weist auf den Nutzen für die ganze Stadt hin: Sein Konzept biete eine Einheit von Einzelgebäuden, die sich gegenseitig befruchten und damit auch die Altstadt belebten.

Die früheren Proportionen und Konturen von Schlossplatz und Erbsengasse zu respektieren und subtil erkennbar zu machen, sei unter Umständen der richtige Weg. „Qualität braucht keine Kopie“, findet 3W. „Die Realisierbarkeit des eigenen Konzepts habe man bereits im ersten Quartal mit dem Hotel eines namhaften Betreibers (LOI) unterlegen und damit die Nachhaltigkeit und die Nutzung für das Gesamtprojekt langfristig absichern können. Auch das sei eine einmalige Chance für den Schlossplatz, äußert sich 3W enttäuscht über die Magistratsempfehlung. ju



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