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Schlossplatz: IGHA gratuliert Hanauer Magistrat zu Entscheidung

Hanau

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    Darum ging es und geht es: Allein um des Kanzleigebäudes willen habe sich die Schlossplatz-Initiative vor Jahren gegründet, sagt die IGHA. Archivfoto: Christian Dauber

Hanau. Als Denkanstoß, der ungeachtet wirtschaftlicher Interessen die historische Dimension der Entscheidung über die Bebauung des Schlossplatzes beleuchten soll, versteht die Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt, IGHA, ihre Stellungnahme zur aktuellen Diskussion.

Artikel vom 28. August 2019 - 14:49

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Diese rankt sich um die Fragen: „Welcher Investor ist der richtige für die Hanauer Altstadt?“

Schon bei der Bebauung des Freiheitsplatzes, so erinnert die Interessengemeinschaft, habe der Magistrat der Stadt mit dem Wettbewerblichen Dialog viel Erfahrung sammeln können, die er bei der Ausschreibung für den Schlossplatz in der Hanauer Altstadt hervorragend genutzt habe.

Zeichner, Vermesser und Verwalter im Hans-Sachs-Haus

Bei der jetzt anstehenden Planung für den Schlossplatz hätten im Zentrum der Konzeptvergabe weder das Geld noch das Hans-Sachs-Haus (Haus des Handwerks, Anm. d. Red.) und auch nicht die Schlossplatzgestaltung gestanden. Die zentrale Rolle spiele hier das Kanzleigebäude. Allein um dieses Gebäudes willen habe sich die Schlossplatz-Initiative vor Jahren gegründet, erklärt Werner Bayer in einer Pressemitteilung. Und seit 2002 kämpfe die IGHA für diesen Bau des ehemaligen Stadtschloss-Ensembles und mache sich stark für dessen Erhalt, dessen Bedeutung und für die Unverkäuflichkeit dieses geschichtlichen Kleinods.

Zwei Investoren hätten allerdings ihre Aufgabe nicht in der Zukunft des Kanzleigebäudes gesehen, sondern in der Platz- und Straßengestaltung. Ergo hätten sie das Hans-Sachs-Haus in den Fokus genommen, das nach Meinung der IGHA von untergeordneter Bedeutung gewesen sei, da in der Ausschreibung dessen Abbruch Priorität hatte.

Die Gestaltung des Schlossplatzes habe der Magistrat sich selbst vorbehalten. „Die ausgewählte Investorengemeinschaft Baugesellschaft/Terramag hat die Ausschreibung des Magistrats verstanden und das Kanzleigebäude zur Hauptaufgabe erklärt“, freut sich die IGHA. Die Nachhaltigkeit eines Bürohauses für einen Investor, der seit mehreren Generationen in Hanau Seriosität und Vertrauen genieße, habe den Magistrat überzeugt. „Nach Hunderten von Jahren kehren in das ehemals gräfliche Kanzleigebäude jetzt wieder Zeichner, Vermesser und Verwalter ein – das ist ein geschichtlicher Glücksfall“, so das Fazit der Interessengemeinschaft.

Blechlawine parkender Autos könne nun verschwinden

Das Hans-Sachs-Gebäude selbst habe dabei die Aufgabe, die Sanierung des Kanzleigebäudes zu finanzieren und Wohnraum für zukünftige Beschäftigte des Kanzleigebäudes zu bieten. Diese Entscheidung sei bei Stadtplanern hoch aktuell und schränke den Individualverkehr optimal ein, findet Bayer. Die Blechlawine parkender Autos könne nun am Schlossplatz verschwinden. Auch am Freiheitsplatz sei diese Veränderung schon gelungen. 

Abschließend gratuliert die Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt dem Hanauer Magistrat zu diesem Entschluss und bezeichnet ihn als Entscheidung mit Weitblick. „Potemkin'sche Dörfer und ein 'Sachsenhausen 2' sind nicht erwünscht“, erklärt die IGHA und betont, sie bevorzuge den Erhalt und die Pflege historischer Gebäude in der Hanauer Altstadt und wünsche sich für die Bewohner ein Leben mit Urbanität, Kultur und Geschichte. ju



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