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Heftiges Unwetter sorgt für Schäden und Verletzte in der Region

Main-Kinzig-Kreis

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    Das Unwetter hinterlässt zahlreiche Schäden. Hier ein Einsatzfoto der Feuerwehr Bruchköbel, die in Seligenstadt ihre Kameraden unterstützte. Foto: Feuerwehr Bruchköbel

Region Hanau. Ein Unwetter wütete am Sonntagabend in Hessen und sorgte für zahlreiche Schäden in Millionenhöhe. Besonders betroffen war hierbei der Kreis Offenbach und der Landkreis Aschaffenburg. Es gab mehrere Verletzte, darunter ein schwerverletztes Kind. 

Artikel vom 19. August 2019 - 09:21

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Nach Aussagen des Polizeipräsidiums Unterfranken begannen gegen 18.30 Uhr die Telefone der Einsatzzentrale der Polizei sowie der Integrierten Leitstelle heiß zu laufen. Allein in Alzenau gab es über 200 Einsatzstellen, im Kreis Offenbach seien bereits nach einer Stunde 330 Anrufe eingegangen. 

Umgefallene Bäume, zerstörte Dächer und vollgelaufene Keller hielten die Feuerwehr auf Trab. Zeitweise kam es in den besonders betroffenen Ortschaften zu Ausfällen des Stroms und der Telefonanschlüsse. Ebenfalls wurden Lampen und unzählige Fahrzeuge beschädigt. Das komplette Ausmaß der Schäden wird sich wohl erst in den kommenden Tagen beziffern lassen.

Auch die Rettungsdienste waren gefordert, denn alleine im Kreis Offenbach wurden 21 Personen leicht verletzt, vier Personen sogar schwer, darunter ein Kind. Feuerwehren der Region Hanau waren die ganze Nacht lang im Einsatz, um die benachbarten Kreise zu unterstützen.

Trotz einer langen Nacht  waren die Wehren auch am Montagmorgen weiterhin im Einsatz, um die Schäden des Unwetters zu beseitigen.

Böen mit bis zu 130 Stundenkilometern

Plötzlich aufgetretene Böen mit bis zu über 130 Stundenkilometer sorgten für Chaos und hebelten zahlreiche Bäume und Telefonmaste aus. Anwohner berichteten sogar von einem Tornado, doch dieser wurde laut hessenschau.de nicht vom Deutschen Wetterdienst bestätigt. Laut DWD könne die Schneise der Verwüstung auch von Fallböen herrühren, die im Zuge eines heftigen Unwetters auftreten können.

Auch Straßensperrungen waren eine Folge des heftigen Unwetters. Kurzzeitig mussten auch überörtliche Verbindungen wie die Autobahnen A3 und A661 sowie die Bundesstraße 45 gesperrt werden. Die meisten Straßensperrungen konnten laut Polizei noch am Sonntagabend oder im Laufe des Montagvormittags wieder aufgehoben werden.

Sperrungen teilweise bis Dienstag

Noch immer gesperrt ist die Bundesstraße 468 zwischen Dreieich-Offenthal und Langen. Ebenso zwischen Langen und Mörfelden, so dass derzeit die Autobahn A5 über Langen nicht erreicht werden kann, die Autobahnanschlussstelle ist gesperrt. Diese Sperrungen werden voraussichtlich bis zum Dienstag erforderlich sein. Die Polizei bittet darum, die B 486 im Bereich Langen und Dreieich weiträumig umfahren.

Im Bus- und Bahnverkehr sorgte das Unwetter für großes Chaos. Die Zugverbindung zwischen Hanau und Aschaffenburg fiel aufgrund von Oberleitungsschäden zeitweise aus. Die Haltestelle Aschaffenburg ist inzwischen sogar komplett gesperrt. Ein Zusatzhalt ist derzeit in Hanau eingeplant. Es  kann zu Verspätungen von bis zu 90 Minuten kommen. Zudem entfällt die Kinzigtalbahn komplett.  sab/djk

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