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Unfall auf Kinzigbrücke: Geländer soll bald repariert werden

Hanau

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    Wer über die Kinzigbrücke fährt, den erinnert das defekte Geländer seit Monaten an den Unfall. Foto: Christian Dauber

Hanau. Ein Unfall auf der Kinzigbrücke hatte am 13. April für großes Aufsehen gesorgt. Damals war ein weißer BMW fast in die Kinzig gestürzt, nachdem er sich mit hohem Tempo mehrfach überschlagen und das Brückengeländer durchbrochen hatte. 

Artikel vom 09. August 2019 - 10:33

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Von Christian Dauber

Das nach wie vor defekte Geländer zeugt auch Monate später noch von der Wucht des Aufpralls. In den kommenden Tagen soll die Reparatur nun beginnen, teilt die Stadt Hanau auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Nach Rücksprache mit der Baufirma sei die Montage des Geländers an der Kinzigbrücke – die sich zwischen der Frankfurter Landstraße und der Eugen-Kaiser-Straße befindet – für die Kalenderwochen 33 und 34 vorgesehen. Demnach sollen die Arbeiten ab 12. August beginnen. Die Kosten werden laut Stadt voraussichtlich 18 500 Euro betragen. Nach dem Unfall waren das Geländer mit einem provisorischen Bauzaun gesichert und ein Gutachter beauftragt worden.

Juristische Aufarbeitung des Falls

Derweil läuft die juristische Aufarbeitung des Unfalls auf Hochtouren. Der Staatsanwaltschaft lägen die Akten noch nicht vor, erklärt Staatsanwalt Markus Jung auf Nachfrage unserer Zeitung. Diese befänden sich beim Amtsgericht. Nach wie vor liefen Ermittlungen, um die Identität des Fahrers zweifelsfrei klären zu können, so Jung.

Der mutmaßliche Unfallfahrer war am Tag nach dem Unfall festgenommen und das Auto sichergestellt worden.Der 21-Jährige machte keine Angaben zum Hergang – auch nicht darüber, wer mit ihm im Fahrzeug saß. Fahrer und Beifahrer waren nach dem spektakulären Unfall geflüchtet, was von Zeugen beobachtet worden war. Einigen war der Wagen schon kurz zuvor durch seine rasante Fahrweise aufgefallen. Wer der Beifahrer war, ist nach wie vor unbekannt. Das Verfahren werde weiterhin nur gegen eine Person geführt, teilt Staatsanwalt Jung mit.

Der weiße BMW 560L war am 13. April gegen 19 Uhr mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Innenstadt unterwegs. Vor der Kinzigbrücke kam er ins Schleudern, überschlug sich mehrfach und durchbrach das Brückengeländer. Mit seinem Heck über dem Geländer kam der völlig demolierte Wagen zum Stehen und drohte, in die Kinzig zu stürzen. Die Feuerwehr sicherte das Auto mittels einer Winde.

Großes Glück gehabt

Schon damals sagte ein Polizeisprecher, es sei ein großes Glück, dass zum Unfallzeitpunkt keine Fußgänger auf der Brücke unterwegs waren. Glimpflich ging der Unfall auch für die 57 Jahre alte Hanauerin aus, die mit ihrem Wagen in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Ihr Wagen wurde von umherfliegenden Trümmerteilen des 286 PS starken Boliden getroffen. Sowohl die Fahrerin als auch zwei sieben und zehn Jahre alte Kinder in dem VW Touran blieben unverletzt.

Die Kinzigbrücke war längere Zeit voll gesperrt. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 46 000 Euro. Kurz nach dem Unfall hatten Anwohner mit einem am beschädigten Brückengeländer angebrachten Banner gegen Raserei auf Hanaus Straßen demonstriert.



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