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KKH forsa-Umfrage: Angst vor exotischen Zecken wächst

Hanau

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    Fast jeder Zweite fürchtet sich vor der tropischen Hyalomma-Zecke. Symbolfoto: pixabay

Hanau. Jüngst berichteten die Medien über die tropische Hyalomma-Zecke, die laut der Universität Hohenheim und dem Münchner Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr erstmals in Deutschland überwintert hat. 

Artikel vom 07. August 2019 - 09:14

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Die spinnenartige Riesenzecke ist eigentlich in Asien, Afrika und Südeuropa heimisch. Fast jeder zweite Deutsche (43 Prozent) fürchtet sich laut Angaben der KKH Kaufmännischen Krankenkasse vor der Übertragung gefährlicher Krankheiten durch solche exotischen Arten, wie eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergeben hat. „Der Parasit, der dreimal so groß ist wie hiesige Zecken, wurde in Deutschland aber bislang nur vereinzelt nachgewiesen“, sagt Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH.

Jeder dritte Umfrage-Teilnehmer, der in den vergangenen zwei Jahren von einer Zecke gebissen wurde, hat das Gefühl, häufiger unter den Plagegeistern zu leiden. Hierzulande sind vor allem Borreliose- und FSME-Infektionen durch die heimische Zecke, der gemeine Holzbock, verbreitet. Die Zahl der Infektionen ist laut KKH gestiegen.

Demnach erkrankten im ersten Halbjahr 2018 bundesweit rund 7.000 Versicherte nach einem Zeckenstich an Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Das entspricht bereits rund zwei Drittel der Fälle vom gesamten Jahr 2017 (da lag die Zahl bei insgesamt rund 11.000). Im ersten Halbjahr 2018 kamen damit vier Krankheitsfälle auf 1.000 Versicherte, in Sachsen sogar acht. „Wenn alle Zahlen ausgewertet sind, rechnen wir 2018 und auch 2019 mit deutlich mehr Infektionen durch Zecken als in den Jahren zuvor“, sagt Sven Seißelberg.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse 1006 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren im Mai 2019 repräsentativ befragt.



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