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Armbänder sollen vor K.o.-Tropfen schützen - Tipps für Heimweg

Hanau

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    Ein spezielles Armband soll beim Feiern Schutz vor GBH - also K.o.-Tropfen - bieten. Symbolfoto: Michael Sicenca/Unsplash

Hanau. „Lass dein Glas nie unbeaufsichtigt!“ – diese Warnung vor K.o.-Tropfen, die heimlich ins Getränk gemischt werden, haben viele Mädchen und Frauen schon gehört. Ein spezielles Teststreifen-Armband soll Schutz bieten. In Hanau wird es kostenlos verteilt.

Artikel vom 05. August 2019 - 13:09

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Oft handelt es sich bei K.o.-Tropfen um die Substanz Gamma-Hydroxybuttersäure (GBH), die nur wenige Stunden nach Einnahme im Blut oder Urin nicht mehr nachgewiesen werden kann. Menschen, die unter dem Einfluss von GBH stehen wirken stark betrunken, haben große Erinnerungslücken und werden eventuell bewusstlos.

Seit einigen Wochen ist ein Teststreifen-Armband auf dem Markt, mit dessen Hilfe Drinks einfach vor Ort auf die Substanz GBH getestet werden können. Bisher kann das Xantus-Drinkcheck-Armband nur online gekauft werden.

250 Teststreifen-Armbänder werden verteilt

Monika Kühn-Bousonville, Kommunale Frauenbeauftragte vom Frauenbüro der Stadt Hanau, hat nun 250 dieser Armbänder gekauft, um sie an Mädchen und Frauen in Hanau zu verteilen. Das Teststreifen-Armband und seine Funktion stellte sie Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei einem Termin vor.

„Es gibt zwei Testfelder auf dem weißen Papierarmband“, erläutert sie. „Auf das Testfeld kann ein Tropfen aus dem Glas gegeben werden. „Färbt sich das Testfeld innerhalb von zwei Minuten blau, dann enthält das Getränk GBH – also K.o.-Tropfen.“ Kühn-Bousonville weist jedoch darauf hin, dass nicht immer nur ausschließlich die Substanz GBH verwendet werde, um Frauen außer Gefecht zu setzen. „Es können auch andere Substanzen im Spiel sein, die das Armband nicht testen kann.“ Das Armband entbinde Partygängerinnen daher nicht von der Pflicht, gut auf ihr Getränk zu achten, „aber es bietet eine zusätzliche Möglichkeit, sich zu schützen und ist einfach zu benutzen“, erläutert Kühn-Bousonville.

Tipps für einen sicheren Heimweg

Falls es doch einmal vorkommt, dass man abends oder nachts allein den Heimweg antritt, hat Kühn-Bousonville noch einen guten Tipp: Das bundesweite Heimwegtelefon ist unter 0 30/12 07 41 82 (Sonntag bis Donnerstag von 20 bis 24 Uhr, Freitag und Samstag von 22 bis vier Uhr) erreichbar. Hier sitzen Ehrenamtliche, die Menschen telefonisch auf dem Nachhauseweg begleiten.

Die Gespräche sollen Sicherheit vermitteln und mögliche Angreifer abschrecken. Auch kann das Gegenüber am Telefon bei Bedarf die Polizei verständigen. Weitere Möglichkeiten sind Begleit-Apps wie WayGuard, Vivatar oder „my Bodyguards“, die die Nutzerin mit Freunden oder Familie verbinden und via GPS ständig den Standort anzeigen. jj

Wo es Armbänder gibt: Wer ein Drinkcheck-Armband haben möchte, kann es beim DM-Drogerie-Markt online bestellen oder sich an Monika Kühn-Bousonville, persönlich im Frauenbüro des Rathauses, unter Telefon 0 61 81/29 54 67 oder per E-Mail an monika.kuehn-bousonville@hanau.de wenden.



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