Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
bedeckt
23 ° C - bedeckt
» mehr Wetter

Kreisfreiheit: Prominente Schützenhilfe für Hanaus Vorhaben

Hanau

  • img
    Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Thorsten Schäfer-Gümbel - hier beim Landesparteitag 2017 in Hanau - springt der Stadt Hanau zur Seite. Archivfoto: David Kirchgeßner

Hanau. Unterstützung für die Pläne, künftig als kreisfreie Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger wirken zu können, hat Hanau von Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und des SPD-Landesverbands, erhalten. 

Artikel vom 30. Juli 2019 - 11:26

Anzeige

Dass eine künftige Großstadt mit mehr als 100 000 Einwohnern den Wunsch nach mehr Eigenständigkeit hege, sei verständlich, so Schäfer-Gümbel. Er sagte laut Mitteilung: „Hanau weist eine bemerkenswerte Entwicklung auf. Dass eine solch prosperierende Stadt mit seiner eigenen Stimme stärker gehört werden will, ist nachvollziehbar.“

Natürlich müssten die Interessen des Main-Kinzig-Kreises berücksichtigt und abgewogen werden. Die Auskreisung Hanaus dürfe den Kreis nicht unangemessen belasten, dies gelte sowohl für die Zusammenarbeit mit der Hessenkasse und für die Pensionskosten als auch zum Beispiel für die Kosten der Deponie‧nachsorge, sagte Schäfer-Gümbel. Andererseits sei der Main-Kinzig-Kreis mit mehr als 300 000 Einwohnern auch nach einer Auskreisung Hanaus der zweitgrößte Landkreis in Hessen und habe als solcher alle Möglichkeiten, ein leistungsstarker Vertreter für die verbleibenden 28 Kommunen zu bleiben, so der SPD-Landesvorsitzende.

Intensiver mit Wunsch auseinandersetzen

Schäfer-Gümbel forderte die Landesregierung auf, sich intensiver mit dem Wunsch Hanaus auseinanderzusetzen. So sei es Aufgabe der Landesregierung, eine modellhafte Berechnung vorzulegen, welche Auswirkungen es für den Kommunalen Finanzausgleich habe, wenn Hanau zur kreisfreien Stadt werde. Er habe kein Verständnis dafür, dass sich die Regierung in Wiesbaden diesem nachvollziehbaren Ansinnen bislang kategorisch verweigere.

Zuvor hatte Oberbürgermeister Claus Kaminsky den Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion über den aktuellen Stand der Bemühungen in Sachen Kreisfreiheit informiert. „Ein Blick in die Republik zeigt überdeutlich, dass wir uns für unsere Stadt keine Ausnahmeregelung erhoffen, sondern dass es hier um den bundesdeutschen Normalfall für eine Stadt unserer Größe und Bedeutung handelt“, erläuterte Kaminsky. Unter den 80 deutschen Großstädten gebe es nur eine einzige, die weder kreisfrei noch Sitz der Kreisverwaltung sei.

Schäfer-Gümbel begrüßte, dass die Initiative in den politischen Gremien Hanaus einmütig getragen werde. „Die Tatsache, dass eine Entscheidung von dieser Tragweite über alle Parteigrenzen hinweg einstimmig getroffen wurde, zeigt, dass es Konsens gibt über die neue Positionierung Hanaus innerhalb der Metropolregion. Einen solch breiten Konsens vor Ort muss man respektieren“, so Schäfer-Gümbel abschließend in der Mitteilung.  cd



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.