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Festspiele: Marina Lötschert gewinnt den Publikumspreis

Hanau

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    "Das geht mir runter wie Öl": Marina Lötschert freut sich mit HA-Verleger Thomas Bauer (links) über ihren Sieg beim Publikumspreis. Foto: Mike Bender

Hanau. Bevor Marina Lötschert gestern Abend bei der Dernière zu „Schneewittchen“ zum letzten Mal als Amme Irmgard auf der Bühne stand, hatte die Darstellerin einen Auftritt in eigener Sache. 

Artikel vom 26. Juli 2019 - 11:09

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Von Jutta Degen-Peters

Denn Intendant Frank-Lorenz Engel und HA-Verleger Thomas Bauer kündigten mit „and the winner is“ die Gewinnerin des Publikumspreises an, den die Festspiele und der HANAUER ANZEIGER als Medienpartner gemeinsam ausrichten. Die sympathische Schauspielerin hatte das Publikum mit ihrer Interpretation der Amme im Brüder-Grimm-Stück „Schneewittchen“ restlos überzeugt. Von den 1600 Festspielbesuchern, die an der Abstimmung im Internet teilnahmen, hatten sich 29.44 Prozent für Lötschert ausgesprochen. Als Thomas Bauer dies bekanntgab, stürmte Lötschert auf die Bühne und musste erst einmal ein paar Tränen verdrücken.

„Ich freue mich von ganzem Herzen“, erklärte die in Augsburg lebende Darstellerin gerührt und wendete sich direkt ans Publikum: „Sie lachen mit mir, Sie weinen mit mir, Sie gehen ganz toll mit“, erklärte die 35-Jährige. „Und Sie sagen mir tolle Dinge, wenn ich nach der Vorstellung mit der Sammelbüchse vor der Bühne stehe. Das geht mir runter wie Öl.“

Großes Vertrauen entgegengebracht

Die Bayerin bedankte sich auch bei Intendant Engel, der ihr ein so großes Vertrauen entgegengebracht und „so tolle Rollen gegeben“ habe. Neben der Rolle der Amme in „Schneewittchen“ spielt Lötschert auch in den „Bremer Stadtmusikanten“ die Bäuerin und die Räuberchefin.

Die strahlende Siegerin schloss auch die Kollegen von Büro, Marke und Schneiderei wie das gesamte Ensemble in ihre Dankesworte mit ein und endete mit einer symbolischen Verneigung vor ihrer Familie. „Ich werde heute noch mal alles geben“, versprach die temperamentvolle Darstellerin, die wenige Minuten später mit den Worten „Es war einmal“ als Kindermädchen von „Schneewittchen“ auch als Erzählerin fungierte und umringt von den sieben Zwergen in die Geschichte einführte.

Kurz zuvor fiel sie aber noch dem HA-Verleger und Frank-Lorenz Engel um den Hals und nahm einen großen Blumenstrauß und eine Flasche Champagner entgegen. Die gerahmte Urkunde, die sie als die Preisträgerin des Publikumspreises ausweist, wird sie im Nachklang in Empfang nehmen. HA-Verleger Bauer freute sich, den Preis zum zweiten Mal seit seinem Bestehen übergeben zu können. „Es war ein deutliches Votum“, betonte er. Auf Platz zwei landete mit 14,59 Prozent Carolin Fortenbacher für ihre Darstellung der Hexe Tredecima.

Ein Herz bei den Zuschauern

Lötschert spielte sich schon im vergangenen Jahr in die Herzen der Zuschauer, als sie die Prinzessin von Düssel gab. Intendant Engel lobte die Wandlungsfähigkeit der Schauspielerin, im Ensemble wird sie wegen ihres offenen Wesens geschätzt und als immer gut gelaunter Sonnenschein beschrieben.

Auf Platz drei beim Publikumspreis landete Peter Lewys Preston, der den Wilhelm Grimm in „Weltenwandler“ verkörpert, mit 13,39 Prozent. Madeleine Niesche, die in Maria Stuart die Elisabeth spielte, vereinte 10,60 Prozent der Stimmen auf sich, Jonas Hein, der als Jacob Grimm in „Weltenwandler“ zu sehen ist, 7,42 Prozent.

Im vergangenen Jahr wurde zur Premiere des HA-Publikumspreises Kerstin Ibald zur Siegerin gekürt. Sie hatte als böse Fee Selina im Musical „Dornröschen“ überzeugt.



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