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Wochenmarkt: Mit diesen Strategien verzichten Sie auf Plastik

Hanau

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    Ist nicht nur praktisch und umweltfreundlich, sieht auch noch schön aus: das Einkaufsnetz. Archivfoto: Paul

Hanau. Beim Einkauf auf dem Wochenmarkt kann jeder einzelne Kunde dazu beitragen, Plastikmüll zu vermeiden. Wir haben beim Vorsitzenden des Wochenmarktvereins, Peter Krebs, sowie beim Gesundheits- und Veterinäramt nachgefragt, was beim Einkauf beachtet werden muss. 

Artikel vom 06. Juli 2019 - 06:00

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Von Jasmin Jakob

Wie kann jeder einzelne Plastikmüll vermeiden?

Dafür ist der Wochenmarkt, der auch heute wieder auf dem Marktplatz stattfindet, eine gute Anlaufstelle. Im Vergleich zum Supermarkt wird dort ein Großteil der Ware unverpackt angeboten. Am besten vermeidet man zusätzlich Müll bei seinem Einkauf, indem man auf Mehrweg setzt. So kann man zum Beispiel
eine eigene Einkaufstasche, Geschirr, Besteck sowie Frischhaltedosen selbst mitbringen. 

Bei welchen Ständen kann man eigene Behältnisse befüllen lassen?

Prinzipiell ist dies laut Krebs an allen Ständen möglich, sofern die Richtlinien des Gesundheits- und Veterinäramts eingehalten werden. In der Praxis müsse sich zeigen, wie das funktioniert und ob es auch bei Hochbetrieb umgesetzt werden kann. Alle Händler werden, sofern noch Unsicherheit herrscht, in Kürze über die Hygienevorschriften aufgeklärt. Ein Anrecht auf das Befüllen von eigenen Behältern hat man jedoch nicht.

Was sind die Vorgaben des Veterinäramts, die beim Einkauf auf dem Markt beachtet werden müssen?

„Mögliche bakterielle Verunreinigungen wie Salmonellen oder Legionellen sind mit bloßem Auge bei den Aufbewahrungsgefäßen nicht erkennbar“, sagt Krebs. Daher dürfen Händler die Dosen nicht anfassen und nur auf einem Tablett mit hinter die Theke nehmen, damit auch keine Oberflächen verunreinigt werden, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen könnten. Auch könnten die Händler die Dosen ohne Hautkontakt auf der Theke befüllen. Da die Händler jedoch selbst die Verantwortung für die Hygiene ihrer Marktstände tragen, ist es sinnvoll, sich direkt bei ihnen zu erkundigen, wie sie es mit mitgebrachten Gefäßen handhaben. 

Was kann man tun, wenn man spontan auf den Markt geht und keine Gefäße dabei hat? 

In den kommenden vier Wochen nehmen elf Marktbeschicker an der Testphase teil, die nach abbaubaren Alternativen zu Plastikverpackungen suchen. Dort kann größtenteils plastikfrei eingekauft werden. Die Händler sind: Obst – Manfred Albrecht, Fisch – Vanessa Fey, Imbiss – Peter Krebs (Beyer's Imbiss), Gemüse – Buxmann, Köhler, Blumen – Michael Staab, Gewürze – Schimmelschmidt, Feinkost – Bozkurt, Käse – Reiner Keim, Geflügel – Burkhart, Italienische Wurst – Ute Geisel, Kaffee – Stefan Fleck.



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