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Eigentumswohnungen: Preisanstieg um 16 Prozent in einem Jahr

Hanau

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    Neubauten im Hanauer Argonnerpark: Die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen und Häuser kennt aktuell nur eine Richtung, und die geht nach oben. Archivbild: Hässler

Region Hanau. Um etwa 16 Prozent sind die Preise für Eigentumswohnungen in unserer Region seit dem Vorjahr gestiegen. Auch freistehende Ein- und Zweifamilien-Häuser wurden durchschnittlich elf Prozent höher gehandelt als noch im Vorjahr.

Artikel vom 02. Juli 2019 - 09:51

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Das geht aus dem Immobilienmarktbericht 2019 des Landesamtes für Bodenmanagement hervor, der ab sofort verfügbar ist. Der Bericht belegt erneut das starke Preisgefälle auf dem Immobilienmarkt zwischen dem Ballungsraum Frankfurt, zu dem auch die komplette Region Hanau zählt, und den ländlichen Regionen des Wetterau- und östlichen Main-Kinzig-Kreises.

Der Gutachterausschuss, dessen Geschäftsstelle beim Landesamt für Bodenmanagement in Büdingen angesiedelt ist, ist zuständig für die Immobilienwertermittlung im Wetterau- und Main-Kinzig-Kreis.
Für den Immobilienmarktbericht 2019 wertete die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses mehr als 9500 notariell beurkundete Immobilienkaufverträge aus dem Jahr 2018 aus. Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen im Gesamtwert von 2,3 Milliarden Euro wurden demnach im vergangenen Jahr in beiden Landkreisen umgesetzt. 

Preisgefälle deutlich

„Dieses gegenüber 2018 unverändert hohe Niveau belegt das insgesamt rege Marktgeschehen in der Region. Dabei werden alleine 57 Prozent der Umsätze im hochpreisigen 'Marktbereich fünf' erzielt, der unter anderem Hanau, Maintal und Bad Vilbel umfasst. Lediglich 1,6 Prozent des Umsatzes entstammen dem 'Marktbereich zwei', der weite Teile des Vogelsbergs und des Spessarts abbildet“, teilte Dr. Schweitzer, der Vorsitzende des Gutachterausschusses, mit.

Der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser spiegelt das Immobilienpreisgefälle im Main-Kinzig- und Wetteraukreis deutlich wider: In den ländlich geprägten Bereichen wechselten 135 Häuser aus dem Bestand zu einem mittleren Preis von knapp 200 000 Euro den Besitzer – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2017).

Neubauten wurden hingegen auf einem deutlich höheren Niveau gehandelt. In den ländlichen Regionen konnten im vergangenen Jahr neue Häuser für einen Einstandspreis von durchschnittlich 360 000 Euro (plus 13 Prozent) erstmals bezogen werden.

200 000 Euro im Schnitt

Im Bereich des Ballungsraumes mussten die Käufer bei 165 registrierten Verkäufen mit rund 410 000 Euro (plus 13 Prozent) hingegen für ein Haus „aus zweiter Hand“ deutlich tiefer in die Tasche greifen. Noch teurer waren hier mit rund 550 000 Euro die Neubauten (plus 4,5 Prozent). 

Rund 33 Prozent des Marktgeschehens werden durch den Handel mit Eigentumswohnungen abgedeckt, die überwiegend im ballungsraumnahen Bereich angeboten und gehandelt werden. Durchschnittlich 200 000 Euro zahlten die Käufer dort für eine Eigentumswohnung und damit etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. 

Es wird übrigens fleißig gebaut in Main-Kinzig- und Wetteraukreis. In der „Hessischen Gemeindestatistik 2018“ liegt der Wetteraukreis im Vergleich der Landkreise hessenweit bei den Baugenehmigungen mit 1728 an erster Stelle. Der Main-Kinzig-Kreis folgt hierbei mit 1517 Genehmigungen direkt auf Platz zwei. rg

Der ausführliche Immobilienmarktbericht 2019 kann bei der Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse im Amt für Bodenmanagement Büdingen in digitaler Form (PDF) gegen eine Gebühr von 50 Euro oder als gebundenes Heft für 60 Euro erworben werden.

hvbg.hessen.de 



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