Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
Regenschauer
16 ° C - Regenschauer
» mehr Wetter

Hanauer Ermittler nehmen Mordverdächtigen fest

Hanau

  • img
    Die Hanauer Ermittler vermelden einen Fahndungserfolg. Symbolbild: Thorsten Becker

Hanau/Stuttgart. Wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes hat die Polizei am Donnerstagabend im Raum Stuttgart einen 23 Jahre alten Mann aus dem Main-Kinzig-Kreis festgenommen.

Artikel vom 28. Juni 2019 - 12:23

Anzeige

Nach Überzeugung von Gericht, Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei hat der Beschuldigte, der im Bundesgebiet keinen festen Wohnsitz hat, Ende Mai dieses Jahres den Tod eines anderen Menschen zumindest billigend in Kauf genommen.

Bereits vor zwei Wochen hatte eine Ermittlungsrichterin auf Antrag der Hanauer Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Haftbefehl gegen den in Aschaffenburg geborenen Beschuldigten ausgestellt. Seither fahndete die Polizei mit Hochdruck nach dem Mann, der gestern an seiner Arbeitsstelle festgenommen werden konnte.

Am Abend des 25. Mai soll es bei einer privaten Geburtstagsfeier in der Brentanostraße in Nidderau-Heldenbergen zu einem Streit zwischen dem Beschuldigten und weiteren Gästen gekommen sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der 23-Jährige wenig später um kurz nach Mitternacht betrunken in sein Auto setzte, um die Party zu verlassen. Diese Trunkenheitsfahrt wollten einige Gäste wohl verhindern, indem sie sich hinter den Toyota des Mannes stellten. 

Doch davon ließ sich der Aschaffenburger nicht aufhalten. Zeugen gaben an, dass er plötzlich mit Vollgas auf die hinter dem Wagen stehende Gruppe losgefahren sein soll. Während sich der größte Teil der jungen Leute im letzten Moment mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte, wurde ein 20 Jahre alter Mann aus Nidderau von dem Wagen erfasst und zu Boden geschleudert. Doch damit scheinbar nicht genug, soll der Beschuldigte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Hanau noch zwei weitere Male absichtlich über den bereits am Boden liegenden Verletzten gefahren sein, bevor ihm schließlich die Flucht gelang.

Wie durch ein Wunder erlitt das 20-jährige Opfer "nur" eine Platzwunde, Prellungen und Schürfwunden. Gleichwohl musste er stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

Nach der gestrigen Festnahme in Stuttgart soll der Beschuldigte am Freitag dort einem Haftrichter vorgeführt werden.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.