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HA-Unternehmerfrühstück im Brockenhaus

Hanau

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Hanau. Beim Unternehmerfrühstück des HANAUER ANZEIGER im Brockenhaus des Behinderten-Werks Main-Kinzig (BWMK) war die Botschaft klar: Menschen mit Handicap gehören in die Mitte der Gesellschaft; sie werden in den Firmen gebraucht, und das nicht nur aus sozialen Beweggründen.

Artikel vom 27. Juni 2019 - 10:54

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Von Christian Dauber

Anlass des Netzwerktreffens, zu dem trotz sengender Hitze Dutzende Unternehmer und Entscheider aus der Region gekommen waren, war wie alle drei Monate die Vorstellung der neuen Ausgabe des Magazins „Wirtschaft an Main und Kinzig“. Es liegt heute unserer Zeitung bei. Darin stellen wir etwa die Geschichte von Jörg Sommerschuh vor, der Dank des BWMK und der Firma Lipps in Mühlheim wieder ein normales Arbeitsleben führt. Schwerpunkt-Thema der Ausgabe ist der Tourismus und die Frage, wie der Main-Kinzig-Kreis noch stärker zu einer Marke werden kann. Und der herrschende Fachkräftemangel wird in unserem Magazin immer wieder thematisiert.

Zusammenhang zwischen Integration und Fachkräftemangel

Anlass genug, den BWMK-Vorstandsvorsitzenden Martin Berg, den IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde und Bernhard Mosbacher, den Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, zu befragen, was die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt, der Mangel an Fachkräften und die Vermarktung unserer Region miteinander zu tun haben. Jede Menge, lautete zusammengefasst die Antwort auf die Fragen, die die stellvertretende Chefredakteurin unserer Zeitung, Yvonne Backhaus-Arnold, und Redakteurin Monica Bielesch stellten.

Berg erläuterte, was das BWMK tut, um Menschen mit Behinderung in Beschäftigung zu bringen. Zum einen arbeiteten diese in den Werkstätten oder bei verschiedenen Tochterfirmen des BWMK, zum anderen pflege das BWMK den Austausch mit Unternehmen in der Region und bringe sie mit Bewerbern für ein Praktikum zusammen. „Wenn es gut läuft, springt ein Arbeitsvertrag dabei raus“, sagte er. IHK-Geschäftsführer Quidde bestätigte, die Region leide unter fehlenden Fachkräften. „Wir müssen die richtigen Personen zu den richtigen Jobs bringen.“ Dazu gehörten auch Menschen mit Behinderung.

Marketing soll Region starten

Spessart-Tourismus-Chef Mosbacher erläuterte, es sei wichtig, durch geeignetes Marketing die Vorteile unserer Region herauszustellen, wie etwa die zentrale Lage, die Anbindung, die Natur. „Tourismus ist nicht nur Gäste reinholen“, sagte er. Die Vermarktung diene auch dazu, Menschen in die Region zu holen, die hier leben und arbeiten wollen. Alles Gründe genug für die IHK, sich an der Tourismus GmbH zu beteiligen, wie Quidde ergänzte. Der Diskussionsrunde vorangestellt waren Infofilme über das BWMK. Im Anschluss wurde das neue Wirtschaftsmagazin verteilt. Zudem gab's Führungen durchs Brockenhaus. Die Beschäftigten des BWMK hatten für ein leckeres Frühstück und eiskalte Getränke gesorgt. Nicht unwichtig bei fast 40 Grad.



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