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Baumgräber für die StrassenEngel gestiftet

Hanau

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    Vereinschefin Sabine Assmann freute sich über die Nachricht, die ihr OB Claus Kaminsky überbrachte. Foto: PM

Hanau. Die StrassenEngel versuchen Obdachlosen und Bedürftigen das Leben zu erleichtern. Nun möchte man auch über den Tod hinaus für etwas Würde sorgen.

Artikel vom 22. Juni 2019 - 11:11

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Bis über deren Tod hinaus sorgt sich Sabine Assmann, Vorsitzende des Vereins StrassenEngel und Leiterin des „Hauses der StrassenEngel“, um ihre Schützlinge. Um den Obdachlosen und Bedürftigen, die sie persönlich und ihr Verein betreuen, im Fall des Falles ein würdiges Begräbnis zu sichern, hatte sie den Kontakt zu Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky gesucht. Ihr Anliegen war sehr konkret. Sie hoffte darauf, dass die Stadt Hanau ihr dabei hilft, indem sie ihr künftig die Gebühren für die Nutzungsrechte von Baumgräbern erlässt. Darüber informiert die Stadt Hanau in einer Mitteilung.

„Wir hatten gerade den Fall gehabt, dass wir eine Beerdigung ausrichten mussten, und konnten die Kosten dafür nur mit Mühe aus Spendengeldern aufbringen“, sagte sie laut Mitteilung dem OB und erläuterte, dass es ihr und dem Verein ein Herzensanliegen sei, nicht auf sogenannte anonyme Bestattungen zurückgreifen zu müssen. „Unsere Schützlinge, die im Leben schon so oft benachteiligt waren, sollen im Tod nicht vergessen sein.“ Der Verein hatte deshalb im Februar auf dem Hanauer Hauptfriedhof eine Grabstätte auf dem Baumgräberfeld gekauft.

Persönliche Übergabe von Kaminsky

Entsprechend groß war jetzt die Freude, als der OB persönlich ins „Haus der StrassenEngel“ am Nordbahnhof kam, um Assmann die Urkunde zu überbringen, die ihrem Verein die Nutzungsrechte für drei weitere Grabstätten auf dem Baumgräberfeld für zehn Jahre zusichert. Gerne unterstütze die Stadt den Verein in seinen Anstrengungen, denn natürlich sei es ein nachvollziehbares Anliegen, auch denjenigen ein würdiges Andenken zu bewahren, bei denen es keine Angehörigen gebe, die dies übernehmen könnten, so der OB. „Es ist aber auch ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung dieser wichtigen Arbeit, die hier täglich geleistet wird.“

Da ein Baumgrab immer ein Viertel der imaginären Kreisfläche unterhalb der Baumkrone umfasst, ergänzen die drei von der Stadt gestifteten Grabstätten die bereits vom Verein erworbene. „Damit gehört uns jetzt der ganze Baum“, freut sich die Vorsitzende der StrassenEngel. Da in jeder dieser Grabstätten bis zu vier Urnen Platz finden, stehen dem Verein damit Belegungsrechte für insgesamt 16 Urnen zur Verfügung. cd



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