Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
bedeckt
16 ° C - bedeckt
» mehr Wetter

SPD fordert härtere Strafen für Müllsünder

Hanau

  • img
    Symbolbild: Pixabay

Hanau. Die SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung sowie die SPD-Ortsvorsteher schreiben sich in einer Mitteilung den Kampf für eine saubere Stadt auf die Fahnen. Gewonnen werden soll dieser Kampf mit mehr Kontrollen durch die Stadtpolizei und deutlich höhere Strafen für Müllsünder.

Artikel vom 17. Juni 2019 - 11:30

Anzeige

Es fängt beim Kaugummi an, den man auf die Straße spuckt, geht über das Wegwerfen und Austreten von Zigarettenkippen auf den Gehwegen und Plätzen, leeren Eisbechern und Vanille- und Schokosoße auf Bänken und Treppenstufen im Stadtgebiet, bis zum Ablagern von Abfällen neben Mülleimern und Müllcontainern bis zur illegalen Müllentsorgung in Feld und Flur. 

Plakate und Aktionen reichen nicht

„Die Möglichkeiten, durch Öffentlichkeitsarbeit, Plakate und vielerlei Aktionen ein größeres Bewusstsein für eine saubere Stadt zu erreichen, findet offenkundig ihre Grenzen dort, wo es Mitbürger einfach egal ist, was sie hinterlassen und wie das Stadtbild am Ende aussieht“, resümiert die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Cornelia Gasche, mit ihren Kollegen aus den Ortsbeiräten.

Die hessischen Kommunen geben nach Ministeriumsangaben jährlich über 200 Millionen Euro für die Reinigung öffentlicher Plätze aus. Für Hanau entstünden jährliche Kosten von über 2,6 Millionen Euro. Eine Summe, die dennoch nicht dazu führe, dass ein sauberes Stadtbild erreicht werde. „Am Ende ist es ein permanentes Hinterherlaufen. Unser Dank und Respekt gilt denjenigen, die Tag für Tag die ekligen Hinterlassenschaften ignoranter Zeitgenossen entfernen müssen.“ 

Harte Kontrollen, hohe Bußgelder

Phantasievolle Öffentlichkeitsarbeit, Sauberkeitspaten und andere Gemeinschaftsaktionen von Vereinen und Organisationen seien weiterhin wichtig und notwendig, so Gasche. Es könne aber nicht alleine dabei bleiben. „Wir brauchen deutlich höhere Bußgelder und vor allem eine harte Kontrolle und Ahndung der Verstöße. Am Ende scheint es leider nur über das Portemonnaie zu gehen“, so Reiner Wegener, Caroline Geier-Roth, Reinhold Schreiber, Rosemarie Thiel, Wolfgang Walther und Rainer Dunkel. Sie sind Ortsvorsteher in ihren Stadtteilen Nordwest, Mittelbuchen, Kesselstadt-Weststadt, Lamboy-Tümpelgarten, Innenstadt und Großauheim.

Es vergehe keine Woche, so die sechs Kommunalpolitiker, in der sie nicht Beschwerden aus der Bürgerschaft erhielten, weil wieder irgendwo Müll abgeladen wurde oder Verunreinigungen zu Verärgerungen führen. „Wir haben mit größtem Engagement unsere Innenstadt umgestaltet und aufgewertet. Wir erleben dennoch weiter täglich, wie trotz unzähliger Mülleimer, der Müll auf Plätzen, Treppen, Bänken achtlos hinterlassen und weggeworfen wird“, so der Ortsvorsteher der Innenstadt, Wolfgang Walther.

Ab 2020 Kontrolleure auf den Straßen

Rosemarie Thiel verweist auf die Aktion des Ortsbeirates Lamboy-Tümpelgarten, der mit Flyern im Stadtteil darauf aufmerksam gemacht hat, welche Gefahren sich auch für Kinder ergeben, wenn Spielplätze durch Glasscherben und Zigarettenkippen verschmutzt werden. „Uns allen muss unsere Stadt wert und wichtig sein“, fassen Gasche und Wegener die gemeinsame Haltung von Fraktion und Ortsvorstehern zusammen. „Sauberkeit ist ein entscheidender Aspekt, der Menschen das Gefühl von Aufenthaltsqualität und Sicherheit gibt. Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass der Bußgeldkatalog in Hanau deutlich verschärft wird und dass wir 2020 auch Kontrolleurinnen und Kontrolleure auf die Straße bekommen, die sich der schweren Aufgabe stellen, Müllsünder bei der Tat zu erwischen und Bußgelder zu verhängen.“

Die SPD-Fraktion Hanau und ihre Kollegen aus den Ortsbeiräten fordern alle Mitbürger auf, nicht müde zu werden und immer wieder aktiv aufmerksam zu machen, wenn Mitmenschen mal wieder unachtsam etwas fallen lassen: „Wir sind umso dankbarer, dass es auch Mitmenschen gibt, die Heruntergefallenes aufheben. Diesen guten Vorbildern danken wir ausdrücklich!“ Zuvor hatte wie berichtet auch die Wählergemeinschaft Bürger für Hanau (BfH) gefordert, den Kontrolldruck zu erhöhen und etwa das Wegwerfen von Zigarettenkippen oder Kaugummis als Ordnungswidrigkeit mit mindestens 100 Euro zu ahnden. das



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.