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Von der TSG Hoffenheim nach Hanau: 1960 stellt neuen Trainer vor

Hanau

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    Symbolbild: Pixabay

Fußball. Savas Erinc ist neuer Trainer des SC 1960 Hanau. Sportchef Okan Sari macht keinen Hehl daraus, dass der 33 Jahre alte Übungsleiter sein Wunschtrainer ist.

Artikel vom 12. Juni 2019 - 10:37

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Erinc ist kein Unbekannter im Herbert-Dröse-Stadion. Nach der Trennung von Seref Zangir im ersten Verbandsligajahr sprang der gebürtige Frankfurter kurzzeitig ein. Ein Familienmitglied, das auch Mitglied des HSC ist, hatte damals die Verbindung hergestellt. Seitdem war der Draht zu Erinc nie abgerissen. „Vor einiger Zeit fragte mich Sari, ob ich mir vorstellen könnte, das Traineramt beim HSC zu übernehmen. Da mir ein Engagement beim HSC beruflich entgegenkam, brauchte ich nicht lange zu überlegen“, berichtet der in Maintal-Bischofsheim wohnende Familienvater einer sechs Monate alten Tochter.

Beruflich tanzte er seither auf zwei Hochzeiten. Neben seinem Job als Regulierungsmanager bei der Stadt Bad Homburg gehörte er in den vergangenen Jahren dem Trainerstab der TSG Hoffenheim an. Der Bundesligist war auf ihn aufgrund seiner sehr erfolgreichen Tätigkeit beim FSV Frankfurt im Jugendbereich aufmerksam geworden.

„Die Tätigkeit in Hoffenheim öffnete mir einen ganz anderen Blick auf den Fußball. Die Jahre im Kraichgau waren eine große Bereicherung für mich, nicht nur rein fußballerisch.“ Besonders lobt er U15-Cheftrainer Wolfgang Heller, den er als seinen Mentor bezeichnet. Ganz gekappt hat Erinc die Verbindung zur TSG nicht: „Ich werde als Scout für das Rhein-Main-Gebiet weiter für Hoffenheim tätig sein.“    

Sein Hauptaugenmerk gilt aber jetzt den 1960ern. „Die HSC-Familie ist mir ans Herz gewachsen, das ist schon eine emotionale Beziehung“, sagt der neue Coach. Der eher zurückhaltend wirkende Übungsleiter lehnt sich auf seine Zielsetzung angesprochen nicht zu weit aus dem Fenster. Erst will er die Spieler richtig kennenlernen, bevor er Statements abgibt. Dazu soll besonders ein Trainingslager dienen. „Ich werde mit allen Gespräche führen, dann werden wir gemeinsam ein Ziel festlegen.“

Die ursprüngliche Zusage zum Hammersbach-Cup wurde zwischenzeitlich wieder zurückgezogen. „Das Turnier passte nicht in meinen Trainingsplan“, begründet er die Absage und bedauert gleichzeitig, dass diesbezüglich die interne Kommunikation nicht geklappt habe.   

Die Erwartungshaltung seitens des Vereins ist nach der nicht nach Wunsch gelaufenen Saison 2018/19 riesengroß. In einer Pressemitteilung wird Erinc nicht nur als ehrgeizig und zielstrebig sondern als Teil der HSC-Familie bezeichnet. „Mit seiner bodenständigen Art wird er uns weiterhelfen“, heißt es weiter. Gleich zur offiziellen Vorstellung musste Erinc aber einen Tiefschlag verkraften. Wie berichtet, wechselt Ali Mahboob zum Liga-Konkurrenten Germania Großkrotzenburg. „Schade, dass er uns verlässt, aber so ist nun mal das Geschäft. Ich wünsche ihm alles Gute“, kommentierte Erinc den Weggang des Innenverteidigers in professioneller Manier. geb



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