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"Atombunker" im Technologiepark Wolfgang: Abrisspläne konkreter

Hanau

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    Der riesige Betonklotz ist seit Langem ungenutzt. Das letzte sichtbare Überbleibsel der Zeit Hanaus als Atomdorf wird bald verschwunden sein. Die Rückbau- und Abrissarbeiten beginnen laut Mitteilung demnächst. Archivfoto: Mike Bender

Für den alten "Atombunker" im Technologiepark Hanau-Wolfgang hat das letzte Stündlein geschlagen. 

Artikel vom 29. Mai 2019 - 10:43

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Die Garbe Industrial Real Estate GmbH, Hamburg, und die Bremer Projektentwicklung GmbH, Bochum, haben in einem Joint Venture das 35.000 Quadratmeter großes Grundstück mit der aus mehreren Gebäuden bestehenden Anlage erworben, um hier moderne Logistik- und Gewerbeflächen entstehen zu lassen. Nun laufen seit einigen Tagen die aufwendigen Abbrucharbeiten, die Schadstoffsanierung und die Entsorgung der ehemaligen Bunkeranlage, die bis zu zwei Meter starke Betonwände hat, teilt die Stadt Hanau mit.

Um das massive Bauwerk fachgerecht rückzubauen, arbeitet das Abbruch-Team der Hagedorn GmbH aus Gütersloh Hand in Hand mit den Profis der Deutschen Sprengunion. Decke und Wände werden zunächst mit Lockerungssprengungen vorbereitet bevor die Abbruchschere übernimmt. Eine mühsame Arbeit, denn die Bohrungen für den Sprengstoff werden mittels mehrerer Großbohrgeräte vom 3.500 Quadratmeter großen Dach aus eingebracht. Insgesamt werden 17 – 18 Tonnen Sprengstoff eingesetzt. Ist die Lockerungssprengung erfolgt und das Gefüge des Betons zerstört, kann die Abbruchschere angreifen. Am Ende bleiben eine Menge Stahl und 90.000 Tonnen Bauschutt zurück, welcher direkt vor Ort recycelt und für die Nachnutzung eingesetzt wird.



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