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13. Seifenkistenrennen: Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet

Steinheim

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    Tollkühne Männer und Frauen in ebenso tollkühnen Kisten: Steinheim wird am Wochenende wieder das Zentrum des Seifenkistenrennsports. Archivfoto: Reinhard Paul

Steinheim. Am kommenden Wochenende trifft sich die deutsche Seifenkistengemeinde aus Berlin, Klüsserath, Iserlohn, Nürnberg, Stuttgart, Kempten und vielen anderen Städten in Steinheim. Auf der Hermann-Ehlers-Straße findet das größte Seifenkistenrennen Deutschlands statt.

Artikel vom 23. Mai 2019 - 10:10

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Von Reinhard Paul

Mehr als 250 Akteure kämpfen in 14 verschiedenen Disziplinen um die Teilnahmeberechtigung an der deutschen Meisterschaft, der Europameisterschaft und um jede Menge Ruhm, Ehre und Pokale. Am Samstag sind etwa 450 Fahrten gelistet, am Sonntag werden es 360 sein.

13 ist beileibe keine Unglückszahl für die Steinheimer: Am kommenden Wochenende findet zum nunmehr 13. Mal das Seifenkistenrennen in der Hermann-Ehlers-Straße statt. Was dereinst als Stimulation für die Kinder und Eltern des Familiennetzwerks Steinheim gedacht, entwickelte sich zu einem der größten Seifenkisten-Spektakel in ganz Europa.

Seit Wochen wird gebohrt, geschraubt und gesägt, damit die fliegenden Kisten wieder mit Geschwindigkeiten um die 30 Stundenkilometer die 350 Meter lange Piste herunterdonnern können. Einmal mehr sind über 100 freiwillige Helfer mit am Start und werden dafür sorgen, dass auch dieses Mal alles in geregelten Bahnen stattfinden wird.

Konstruktionskunst der Seifenkistenbauer

Rund 200 Kinder und Jugendliche sowie 40 Erwachsene gehen in zehn verschiedenen Wertungsklassen am Samstag, 25., und Sonntag, 26. Mai, jeweils ab 10 Uhr an den Start und auch die vielen Helfer werden schon jetzt sicherlich auch ab und zu gen Himmel schauen und auf gutes Wetter hoffen. Auch für Regen sind die Organisatoren gewappnet. Stattfinden wird das Rennen auf jeden Fall.

Seit Donnerstag wird bereits aufgebaut, die Planungen indes haben schon beinahe nach Beendigung des letzten Rennens begonnen. Einer, der von Anfang an dabei ist, ist Harald Körner. „Klar bin ich heute auch noch aufgeregt, aber wir haben in den letzten 13 Jahren so viel erlebt – uns kann nichts mehr überraschen.“

Überrascht ist Körner immer wieder von der Konstruktionskunst der Seifenkistenbauer. In der „Freien Klasse“ können diese ihren Fantasien freien Lauf lassen. „Es kommen immer wieder die dolls-ten Kisten auf die Strecke“, zeigt sich Körner begeistert.

Unterstützung aus der Bevölkerung

Und halb Steinheim scheint wieder diesem tollen Event entgegenzufiebern. Dieses Mal haben sich sogar die Steinheimer Pfadfinder gemeldet, um zu helfen. „Wir bekommen so viel Unterstützung aus der Bevölkerung, das macht mich sehr dankbar“, so Körner.

Viele, die als Kinder oder als Jugendliche die Strecke hinuntergerast sind, sind heute teilweise noch aktiv dabei oder stellen sich als ehrenamtliche Helfer zur Verfügung.

Einer von ihnen ist Kevin Kenntemich. Er ist schon so in die Rolle des Verantwortlichen hineingewachsen, dass er kaum noch wegzudenken ist. „Kevin ist nicht nur meine rechte Hand, er sorgt auch immer dafür, dass sich hier etwas bewegt, dass neues frisches Blut reinkommt. Er hat tolle Ideen und setzt sie auch immer perfekt um“, lobt Körner seinen Adlatus.

Neuerungen

Neu wird in diesem Jahr ein Kranwagen sein, der von Unterstützern gesponsert wurde. Hier können sich die Zuschauer in schwindelerregende Höhen liften lassen und sich das Spektakel aus einer anderen, ungewohnten Perspektive anschauen.

Für die Gäste wird es wieder ein schönes Familienspektakel geben: Livemusik an beiden Tagen, Streetfoodfestival, bei dem man sich an über 20 Ständen kulinarische Kostbarkeiten einverleiben kann, und natürlich sind auch wieder Steinheimer Vereine mit ihren Ständen vor Ort, um sich um das leibliche Wohl der Gäste kümmern zu können.

Auch der große Sport- und Funpark für die kleinen Besucher ist wieder mit dabei. Hier können sich die Kids nach Herzenslust austoben. Langweilig wird an den beiden Tagen sicherlich niemandem werden. Für Unterhaltung am Rande sorgt auch eine Gruppe „Guggemusiker“, die entlang der Strecke musikalisch lustwandelt und das eine oder andere Ständchen darbietet.

Am Rennablauf selbst wurde nichts geändert. Die Rampe bleibt bei vier Metern Höhe, alles andere wäre auch eventuell schlecht zu verantworten. Samstag wird wieder um den Team-Pokal gekämpft, die viel bestaunten Viererkisten sind selbstverständlich auch wieder am Start und am Sonntag um 17 Uhr wird die Siegerehrung bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein auf der Festbühne stattfinden.



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