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Das Diktat zu MKK schreibt: Autor Klaus Mackowiak gibt Einblicke

Hanau

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    Konentriert gingen die Teilnehmer bei "MKK schreibt!" am Donnerstagabend in der Mensa der Hohen Landesschule in Hanau zu Werke. Foto: Mike Bender
  • So sah es 2018 aus, als die Teilnehmer von "MKK schreibt!" über dem Diktat brüteten. Archivfoto: Mike Bender

Region Hanau. Mit einem Diktat aus der Feder von Schriftsteller, Duden-Sprachberater und Lektor Klaus Mackowiak wurden die Teilnehmer von „MKK schreibt“ herausgefordert. Wir haben mit ihm über die Entstehung und die besonderen Herausforderungen gesprochen. Wie hätten Sie sich geschlagen?

Artikel vom 16. Mai 2019 - 18:00

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Hier finden Sie das Diktat zu "MKK schreibt! 2019"

 

Herr Mackowiak, wie haben Sie das Thema für das Diktat gefunden?

Ganz einfach: Ihre Redaktion hat das Thema Brüder Grimm vorgeschlagen. Allerdings wäre ein Grammatiker, der ein Diktat für Hanau zu schreiben hat, eh nicht an den Grimms vorbeigekommen. Wie sollte das gehen? Und dann konnte ich als einige Jahre DFB-Organisierter und dann lange in der Bunten Liga engagierter Fußballspieler auch nicht wirklich gut Rudi Völler auslassen.

Wie haben Sie sich in das Thema eingearbeitet?

Die Grimms sind mir als Germanisten ja quasi schon "von Natur aus" vertraut, Zudem arbeite ich ja viel für die Duden-Redaktion und da ist man ja - ebenfalls "von Natur aus" - allgemein recht wörterbuchaffin. Mit anderen Worten: Ein wenig war ich schon ganz ohne Arbeit eingearbeitet. Praktisch, nicht?

Wie sind Sie beim Verfassen des Textes vorgegangen?

Was das Rechtschreibliche angeht, habe ich versucht, ein wenig meine Erfahrungen als Lektor/Korrektor und als Duden-Sprachberater anzuzapfen: Was wird denn eigentlich am häufigsten falsch geschrieben? Nach welchen Schreibungen wird am häufigsten gefragt? Und dann ging es mir besonders darum, nicht allzu viel an wilden, unorthodoxen Schreibungen einzubauen, sondern solche, auf die man kommen kann, wenn man die passenden Regeln richtig anwendet.

Und was die Anmutung des Diktats angeht: Die Geschichte der Grimms ist eine ernste Sache - und in gewisser Weise ist es auch die Rechtschreibung. Aber: Ernst muss nicht bierernst sein. Wenn während des Diktates neben den Schweißperlen angestrengten Nachdenkens sich hier und da auch ein Schmunzeln auf den Gesichtern der Schreibenden fände (sei es über die Wortspiele, sei über die Märchenzitate, sei es über sonst was), wäre das ganz in meinem Sinn.  

Was waren die besonderen Herausforderungen dabei?

Wenn es um einen Wettbewerb geht, kommt man ja nicht drumherum, sich besondere Schwierigkeiten für das Diktat auszudenken, besondere Wendungen, besondere Konstruktionen. Die sollen aber gleichzeitig zum Inhalt passen und zudem nicht zu künstlich, zu an den Haaren herbeigezogen daherkommen. Da muss man einerseits ganz schön grübeln, andererseits eine gewisse kreative Lockerheit bewahren. Was meinen Sie, können wir das als "Herausforderungen" durchgehen lassen?

Welche Stelle oder Wendung im Diktat finden Sie besonders schwierig?

Die Wendung "ein dreijähriges Ohne-Anstellung-Leben" ist sicher nicht ohne. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass so etwas Schlichtes wie "die drei" oder "die beiden" immer wieder gern anders geschrieben wird, als es der Rat für deutsche Rechtschreibung und Duden vorsehen.

www.klaus-mackowiak.de

Hier finden Sie das Diktat zu "MKK schreibt! 2019"

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