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Grüne machen Nutzungsideen für Sportfield

Hanau

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    Dafür, dass die Wohnungen auf Pioneer nachhaltig genutzt werden, sprechen sich die Hanauer Grünen aus. Archivfoto: Axel Häsler

Wolfgang . Die Hanauer Grünen sprechen sich für den Erhalt der Wohnhäuser auf Sportsfield und damit für einen nachhaltigen Umgang mit gut erhaltenem Gebäudebestand aus.

Artikel vom 10. Mai 2019 - 12:42

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Sie schlagen Zwischenlösungen vor, die die gebietsbezogenen rechtlichen Einschränkungen durch das naheliegende Industriegebiet ihrer Ansicht nach berücksichtigen. Das teilt der Parteivorstand in einem Schreiben an die Presse mit. Derzeit darf Sportsfield nicht für dauerhaftes Wohnen genutzt werden, weil die Geruchsbelästigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz durch die benachbarten Dunlop Reifenwerke zu hoch ist.

Die geplanten Modernisierungen der Produktion in den nächsten Jahren wecken bei den Grünen Hoffnung auf eine Verbesserung. Diese sollte alsbald von den Verantwortlichen offengelegt werden, so die Forderung der Grünen. Ihr Vorschlag: Nutzungen, die nicht auf einem Mietverhältnis beruhen.

Nutzung als Flüchtlingsunterbringung

In diese Nische fällt, glauben die Grünen, die Unterbringung von Geflüchteten. Sowohl die Stadt Hanau als auch das Land Hessen haben die Häuser auf Sportsfield als vorübergehende Unterbringung von Geflüchteten genutzt beziehungsweise nutzen diese noch. Nachdem die Nutzung durch das Land Hessen als Erstaufnahme aufgegeben wurde, steht wieder ein erheblicher Teil der Wohnhäuser leer. Diese Wohnungen wurden für die Geflüchteten vor kurzer Zeit hergerichtet.

Daher liegt es nahe, diese Gebäude nicht abzureißen, sondern einer neuen Bestimmung zuzuführen. Den guten bisherigen Beispielen bei Unterbringung von Geflüchteten folgend, schlagen die Hanauer Grünen vor, das Gebiet als „Zentrum für Leben auf Zeit“ zu entwickeln, und glauben damit, die baurechtlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen. Ebenfalls berücksichtigt werden soll eine „Reservezone“ für kurzfristige Bedarfslagen.

 

Die Ideen

  • Die erste Nutzungsidee ist für diejenigen gedacht, die vorübergehend in Hanau und Umgebung lernen, studieren oder arbeiten: „Dazu gehören Wohnheime für Studierende und Auszubildende sowie Gästehäuser mit möblierten Apartments mit Service für Zeitarbeiter in den Betrieben der Umgebung“, sagt Birol Avci. Die Umgestaltung der Kasernenwohnungen als Jugendherberge sei eine weitere Nutzungsmöglichkeit.
  • Die zweite Idee umfasst den Bereich Rehabilitation und Reintegration: „Betreute Trainingswohnungen als Rehabilitationseinrichtungen für Menschen nach schwerwiegenden Krankheiten oder für die geriatrische Rehabilitation sind hier angedacht. Auch zeitlich befristetes betreutes Wohnen ist denkbar. Hier können Menschen im Rahmen eines Betreuungsvertrages leben, bevor sie in das Leben in den eigenen Wänden einsteigen“, so Karin Dhonau.
  • Die dritte Idee, eine „Pufferzone“, könnte sich schnell als hilfreich erweisen: Im Falle der Kreisfreiheit hat die Stadt Hanau unter Umständen einen Bedarf an Räumlichkeiten für eine Zwischenphase bis zur Fertigstellung des angestrebten Gebäudebestands. Dies könnte beispielsweise für das „Haus des Erwerbslebens“ gelten, das bis zum 1. April 2021 noch nicht gänzlich zur Verfügung steht. „Da könnten Räumlichkeiten vorübergehend genutzt werden, auch wenn diese erst einmal nicht ideal sind“ ergänzt Stefan Weiss, Vorstandsmitglied und Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Stadtverordnetenversammlung.

Weil die Stadt Hanau sich mit einem rasanten Tempo entwickele, brauche sie Gebäudereserven, auf die sie kurzfristig zugreifen kann. Nachdem fast alle Konversionsflächen entwickelt sind, sei dies wohl eine der letzten Chancen, sich hier Handlungs- und Gestaltungsspielräume zu sichern, sagen die Grünen. Insofern sei es wichtig, dass das Areal von der Stadt erworben werde und nicht mit profitorientierten Investoren entwickelt wird.

Planung ist noch eine Herausforderung

Es scheine unerlässlich, dass die städtische Baugesellschaft zum Zuge kommt, damit der unmittelbare kommunale Zugriff erhalten bleibe. Es gelte, den Gebäudebestand intelligent für die Zukunft zu sichern und zu erhalten, statt diesen sich selbst zu überlassen oder abzureißen, für kurzfristige Projekte, die ohne Not auch woanders realisiert werden können. Ebenso verbiete es sich, dieses Gebiet privatwirtschaftlichen Interessen zu überlassen.

„Uns ist klar, dass dies noch eine zusätzliche, aber zwingende und lohnende Herausforderung in der konkreten Planung, Konzeptionierung und Gestaltung für die Stadt Hanau ist. Wer am Bürgerwochenende bei den Workshops genau zugehört hat, hat auch wahrgenommen, dass die Bürgerschaft für Leer- und Stillstand bei Gebäuden wenig Verständnis hat“, so die einhellige Meinung beim Grünen-Vorstand.kb



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