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Preisgekröntes Team eröffnet Grimm-Festspiele mit Musical

Hanau

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    Die Schauspieler bei der Kostümprobe zum Musical "Jacob und Wilhelm - Weltenwandler". Bunt und farbenfroh soll das Musical über die Brüder Grimm werden. Fotos: PM

Hanau. Als vor zwei Jahren das Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ bei den Brüder-Grimm-Festspielen aufgeführt wurde, da regnete es nicht nur von Publikum und Presse Lob – es gab auch den Deutschen Musical-Theater-Preis für die beste Hauptdarstellerin und die besten Liedtexte.

Artikel vom 09. Mai 2019 - 13:06

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Was lag also näher, als für die Erarbeitung eines Stückes über die Brüder Grimm selbst das Kreativ-Team von 2017 wieder zusammenzutrommeln?

Das hat sich Intendant Frank-Lorenz Engel zu Herzen genommen und die Inszenierung rund um die Namensgeber der Festspiele an ein Kreativ-Team herangetragen, das für seine gute Zusammenarbeit sogar schon preisgekrönt wurde: Autor Kevin Schroeder erhielt für seine „Fach-Anteile“ an der erfolgreichen Inszenierung die begehrte Auszeichnung der Musical-Branchenkenner, die Marc Schubring bereits für die Komposition von „Gefährliche Liebschaften“ in München erhalten hatte.

So ist die Idee entstanden

Nun sind sie also wieder dabei und wollen mit „Jacob und Wilhelm – Weltenwandler“, das die 35. Festspiel-Saison am Freitag, 10. Mai eröffnet, an den Erfolg von 2017 anknüpfen. Auch die anderen Teammitglieder sind keinesfalls unbekannt. Regie führt Jan Radermacher, die Choreographie und Co-Regie stammt von Bart de Clercq, die musikalische Leitung hat Pascal Kierdorf, das Arrangement macht Markus Syperek.

Die Idee zu dem Stück hatte zunächst Schubring, der auf offene Ohren bei der Intendanz stieß. „Frank-Lorenz Engel hat der Gedanke gefallen, ein Musical über die Brüder Grimm zu machen. Kevin Schroeder und ich haben dann zunächst gemeinsam eine Geschichte erarbeitet, die Kevin danach verfeinert und in Worte gefasst hat. Bei den Songs legen wir immer die genaue Situation fest, dann schreibe ich die Musik und danach schreibt Kevin den Text“, sagt Schubring.

Wie das Ganze angelegt sein sollte, darüber herrschte schnell Einigkeit bei Autor und Komponist: Keine trockene Biografie, sondern etwas Unterhaltsames sollte herauskommen. „Obwohl Jacob und Wilhelm eigentlich in Wirklichkeit wohl ein bisschen zugeknöpft waren“, schmunzelt Schroeder, der sich gemeinsam mit Schubring zunächst durch eine große Menge historischer Daten, Fakten und Märchenfassungen ackerte. Über mehrere Monate seien verschiedene Ideen entwickelt, weitergesponnen und auch wieder verworfen worden. Die Beschäftigung mit den Brüdern sei hochspannend gewesen. Schroeder: „Das wäre auch eine super Netflix-Serie.“

Das Musical spielt in verschiedenen Welten. In der Realität und im Märchenreich. Um die zwei unterschiedlichen Ebenen abzugrenzen, werden zwei musikalische Richtungen eingesetzt: die kammermusikalische Realität und die poppigere fantastische Märchenwelt. Aber nicht nur musikalisch, auch sprachlich können sich die Zuschauer auf eine besonders große Bandbreite freuen. „Das Publikum wird auch Charaktere aus älteren, nicht so bekannten Märchenfassungen kennenlernen. Ich bin sehr gespannt, wie das ankommt“, so Schroeder.

Bei den Kollegen des Kreativ-Teams haben er und sein musikalischer Partner jedenfalls schon gepunktet. Lob gibt es unter anderem von Regisseur Jan Radermacher, der die ganze „Bande“ auf die Bühne bringen muss: „Die unterschiedlichen Welten in der Menschenwelt und vor allem die der Märchen sind wunderbar bunt illustriert. Man kann zusammen mit den Schauspielern immer wieder neue Facetten der Figuren und ihrer Welten entdecken. Es ist bei einer Uraufführung so, dass man keinen schon vorher gegangenen Pfad gehen kann, sondern das ganze Stück zum allerersten Mal entdeckt.“ bel



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